Stations ausprobiert: Das taugt die neue Playlist-App von Spotify

Spotifys neue App Stations
Spotifys neue App Stations(© 2018 CURVED)

Spotify testet eine neue App. Sie heißt "Stations" und ist der direkte Weg Playlisten zu hören. Momentan erprobt der Musikstreaming-Dienst das kostenlose Angebot in Australien. Wir haben die App schon ausprobiert.

Playlisten sind bei Spotify nichts neues, in der App jedoch gefühlt gut versteckt. Zudem sind die klassischen Playlisten bei Spotify sehr statisch und ändern sich nur, wenn der Ersteller Songs hinzufügt oder entfernt. Bei Stations lenkt dagegen nichts ab von den Playlisten, die zudem sehr variabel sind.

Playlisten, nichts als Playlisten

Auf dem Startbildschirm von Stations erscheinen Playlisten, zwischen denen man durch Wischbewegungen nach oben oder unten hin und her wechselt. Sobald eine Playlist gewählt ist, startet die Musikwiedergabe. Diese lässt sich zwar pausieren, aber Songs könnt ihr nicht überspringen – nur Tracks, die euch gefallen, mit einem Herz markieren. Welche Titel sich in einer Playlist befinden, zeigt die App nicht an. Sie wirken variabler als die Playlisten in der herkömmlichen Spotify-App. Sprich: Sie starten nicht immer mit dem gleichen Song und laufen nie in der gleichen Reihenfolge ab. Wie viele Songs in einer Playlist sind oder ob sie quasi endlos laufen, konnten wir beim ausprobieren nicht abschließend klären.

Für den Test in Australien stehen insgesamt 64 Musikrichtungen, die u.a. nach Stimmungen, Musikrichtungen, Aktivitäten oder Zeiträumen sortiert sind, zur Auswahl. In Deutschland dürfte sich die Zahl etwas ändern, da "Aussie Top 50", "Classic Oz Rock" und "Aussie Favorites" sehr länderspezifisch sind. Wie die deutschen Gegenstücke heißen und ob es mehr als drei sind, werden wir später erfahren. Wann die Stations-App in Deutschland verfügbar ist, lässt sich momentan allerdings nicht abschätzen. Offen bleibt auch, ob die App fürs iPhone erscheint. Die Testversion gibt es aktuell nur für Googles Android.

Um die Stations-App nutzen zu können, müsst ihr euch mit einem Spotify-Konto anmelden. Um die Playlisten hören zu können, genügt ein kostenloses Nutzerkonto. Spotify Premium ist keine Voraussetzung.

Mehr Abwechslung und direkt erreichbar

Stations erinnert mich ein wenig an das gute alte Radio – nur ohne Werbung und ohne sabbelnde Moderatoren, dafür mit einer von mir selbst vorgegeben Ausrichtung. Mit Stations hört man nicht gezielt einen Song, sondern kann sich nach thematischen Vorgaben von Musik berieseln lassen und dabei neue Songs entdecken. Mir gefallen die variablen Playlisten in Stations deutlich besser als die zwar thematisch ähnlich sortierten, aber starren Playlisten in der Spotify-App. Einzig eine Skip-Funktion oder wenigstens einen Dislike-Button habe ich mir bei einigen Songs gewünscht.

Mehr Playlisten gefällig?

Wo wir gerade beim Thema Playlisten sind: In diesem Artikel verraten wir euch, wie die Playlisten von Spotify zustande kommen und dabei helfen, kleine Künstler berühmt zu machen. Außerdem haben wir noch einen heißen Tipp für eilige Android-Nutzer auf Lager: Denn wir erklären euch, wie ihr Spotify-Playlisten auf dem Homescreen ablegen könnt.

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