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Steckt das Silicon Valley in einer Blase?

Die Blase im Silicon Valley wird größer und größer. Wann platzt sie?
Die Blase im Silicon Valley wird größer und größer. Wann platzt sie? (© manoftaste.de via Fllickr CC 2.0 )
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15.02.14 von

Elisabeth Oberndorfer

Milliardenbewertungen, Startup-Hype und Tech-IPOs: Derzeit deutet vieles auf eine Renaissance der Dot.com-Bubble in Silicon Valley. Ist das wirklich die nächste Blase? Darüber diskutierten am Freitag Branchenvertreter bei der Women 2.0-Conference in San Francisco. 

Startfinanzierungen in Millionen-Höhe

Danielle Morrill, Gründerin der VC-Datenplattform Mattermark, erläuterte die "Series A-Crunch" als Indiz für einen übertriebenen Hype: "Die A-Finanzierungsrunden werden immer schwieriger.

Der Grund: Die Seedfinanzierungen stehen mittlerweile meist bei drei bis vier Millionen. Vor einigen Jahren war das noch das Niveau der zweiten Investmentrunde." Heute sei es außerdem leichter, mit wenig Geld Zugkraft zu bekommen. Deshalb seien  viel mehr Startups als vor dem ersten Crash um die Jahrtausendwende in Silicon Valley anzutreffen.

"Wenn Pinterest an die Börse geht, dann stecken wir definitiv in einer Blase"

Die Arbeit der Investoren wird dadurch erschwert, weiß Jacob Mullins, CEO von Exitround, einem Marktplatz für Mergers im Tech-Bereich: "Es ist nicht einfach, in der Fülle gute Startups zu finden. Darum stecken VCs viel Budget in jene Unternehmen, die bereits gute Vorarbeit geleistet haben." Die hohen Bewertungen begründet Datenexpertin Morrill damit, dass Startups sonst keinen Anreiz hätten, an die Börse zu gehen. "Wenn Pinterest an die Börse geht, dann stecken wir definitiv in einer Blase", so Morrill.

Billiges Geld

Während Morrill von M&A-Transaktionen in der Aufbauphase des Startups abrät, zählt Unternehmer Mullins die Gründe für Übernahmen auf: "Manche wollen ihren Investoren einfach wieder in die Augen blicken können, manche machen es wegen der Reputation, manche sorgen sich um ihr Team. Und manche wollen einfach Cash." Konzerne abseits des Technologie-Sektors bräuchten dringend Software, weshalb Akquisitionen meist eine rasche Lösung ist.

Xochi Birch, die ihr Social Network Bebo im Jahr 2008 an AOL um 850 Millionen US-Dollar verkauft hat und vergangenes Jahr um eine Million Dollar zurückgekauft hat, gibt zu bedenken: "Die Unternehmer von heute schaffen viel mehr Wert als 1999."

Alle drei Branchenvertreter sind sich einig, dass "Geld derzeit billig ist" und Investments einfach zu erhalten sind. Viele Startups würden deshalb jetzt die Chance nutzen und hohe Finanzierungsrunden abschließen. In zwei Jahren könnten die Taschen der Venture Capital-Firmen nicht mehr so locker sitzen.

TechCrunch-Journalist Josh Constine resümiert, dass das Zeitalter des "dummen Geldes" bereits Vergangenheit sei. Daraus zieht er das Fazit: "Wir stecken in keiner Blase, aber es schäumt."

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