Stephen Colbert lästert über NSA-Aufdecker Snowden

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"Ich lese eure Emails mit", scherzte Stephen Colbert.
"Ich lese eure Emails mit", scherzte Stephen Colbert. (© 2014 Flickr/Dan Correia)

Der US-Comedian und -Moderator war zu einer Security-Konferenz in San Francisco geladen und teilte kräftig aus. Für NSA-Aufdecker Edward Snowden hatte er harte Worte. 

Rede bei Security Conference

"Viele wollten ja eigentlich, dass ich heute nicht hier bin", sagte Stephen Colbert zu Beginn seiner Rede bei der RSA Conferene in San Francisco am vergangenen Freitag. Der Veranstalter des Security-Events, RSA, machte einige Wochen zuvor Negativschlagzeilen, weil das Unternehmen technische Lösung für die US-Behörde National Security Agency (NSA) entwickelte, um Verschlüsselungssoftware zu knacken. Einige Sprecher sagten daraufhin ihren Auftritt ab. Zudem veranstalteten einige Aktivisten in der gleichen Woche eine Gegenveranstaltung, die TrustyCon.

"Ich lese Eure Emails"

Der Comedian und Moderator seiner eigenen Show "Colbert Report" ließ sich den Auftritt jedoch nicht nehmen. Einleitend scherzte Colbert: "Einige von euch sehen mich als der Champion der Privatsphäre. Das weiß ich, weil ich eure Emails lese." Für seine 45-minütige Closing Keynote sei er in Bitcoins gezahlt worden. Dann äußerte sich auch zur NSA: "Wir können der NSA vertrauen, da es die mächtigste Überwachungsbehörde ist, die jemals von einem 29-Jährigen mit seinem USB-Stick besiegt wurde."

Damit spielt Colbert auf den Aufdecker des Überwachungsskandals, Edward Snowden, an. Für den hat der Komiker harte Worte: Snowden sei praktisch ein Kriegsverbrecher, da er geheime Informationen nach China und Russland exportierte. Colbert hatte bereits in der Vergangenheit das Vorgehen Snowdens kritisiert. Das Publikum warnte er abschließend vor der "größten Gefährdung unserer Sicherheit": nicht zu wissen, woher politisches Geld kommt und nicht wählen zu gehen.