Steuererklärung noch nicht abgegeben? So geht's fix mit dem Smartphone

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Steuerbot und Taxfix.
Steuerbot und Taxfix.(© 2018 CURVED)

Am 31. Mai ist Stichtag: Bis dahin müsst ihr eure Steuererklärung abgegeben haben. Wer jetzt in Panik verfällt angesichts der Papierberge, die es auszufüllen gilt: Das muss doch nicht sein! Mit Apps wie Taxfix oder Steuerbot erledigt ihr das deutlich bequemer mit dem Smartphone. Wir haben's getestet. Eine Übersicht.

Mit Taxfix und Steuerbot stehen zwei Apps für Android und iOS bereit, mit denen ihr die Steuererklärung auf dem Smartphone ausfüllen und sogar an das Finanzamt verschicken könnt. Die nötigen Unterlagen müsst ihr allerdings noch selbst zusammensammeln – allerdings nicht mehr rätseln, was in welches Feld einzutragen ist. Beide Apps führen euch mit Fragen in einer Art Interview durch die Steuererklärung. Eure Antworten tragen sie dann an der richtigen Stelle ein.

Die Steuererklärung als Interview

Dabei geht der Steuerbot streng linear vor. Einzelne Punkte lassen sich weder überspringen noch später ausfüllen. Bei Taxfix könnt ihr dagegen die Kapitel in freier Reihenfolge bearbeiten und etwa einen Punkt, für den euch gerade noch die Unterlagen fehlen, zur späteren Bearbeitung zurück stellen. Vorwissen im Steuerrecht erfordern sie beide nicht, allerdings fühlte ich mich vom Steuerbot etwas besser an die Hand genommen und durch die Steuererklärung geleitet. Dafür konnte ich bei Taxfix bereits anfangen, als ich noch nicht alle Dokumente beisammen hatte. Ausführlichere Informationen und Einschätzungen findet ihr in unseren Tests beider Apps:

Eine wichtige Einschränkung gilt allerdings für beide Apps: Sie kommen nur mit einfachen Steuerfällen zurecht. Das ist der Fall, wenn ihr nur Geld in einem oder auch mehreren Lohnarbeitsverhältnissen verdient. Sobald es um Einkünfte aus selbstständiger Arbeit, Vermietung, Gewerbe oder Landwirtschaft geht, müssen Taxfix und Steuerbot passen. Seid ihr verheiratet, dürfte der Steuerbot die bessere Wahl sein, da er die Zusammenveranlagung für verheiratete Paare hinbekommt.

Beide Apps lassen sich kostenlos installieren und verlangen auch kein Geld, damit ihr die Steuererklärung ausfüllen könnt. Bei Taxfix müsst ihr erst 34,99 Euro zahlen, wenn ihr die Steuerklärung digital beim Finanzamt abgebt. Da die App vorher berechnet, wie viel Geld ihr zurück bekommen würdet, lässt sich direkt abschätzen, ob sich diese Investition auch lohnt. Beim Steuerbot ist dagegen auch die Abgabe der Steuererklärung kostenlos. Die Macher der App wollen später mit kostenpflichtigen Zusatzfunktionen Geld verdienen – verraten aber noch nicht, um welche es sich handeln könnte.

Browser statt App

Smartsteuer legt einen deutlichen Fokus auf seine Webseite, die für die Darstellung auf mobilen Geräten optimiert ist und bietet auch Apps für Android und iOS an. Dabei gilt die Empfehlung sie auf Tablets zu nutzen, da dort die Eingabe der Daten komfortabler als auf einem Smartphone sei. Der Dienst führt euch ebenfalls in Interviewform durch die Steuererklärung und soll sich auch für Selbstständige eignen – inklusive Umsatzsteuererklärung, Gewerbesteuererklärung sowie Einnahmen aus selbstständiger Arbeit, Vermietung, Gewerbe oder Landwirtschaft. Mit 24,99 Euro pro Abgabe kommt man hier etwas günstiger als bei Taxfix davon.


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