Steve Jobs zeitweise wieder im Büro

Wie das Wall Street Journal mitteilte, ist der erkrankte Apple-Chef Steve Jobs wieder im Büro gesichtet worden. Unter Berufung auf Insider heißt es, der CEO sei nachwievor im Tagesgeschäft präsent.

Am 17. Januar hatte Jobs angekündigt, sich vorrübergehend zurückziehen zu wollen. Doch nun verdichten sich die Hinweise, dass er nie wirklich das Heft aus der Hand gegeben hat. So soll Jobs etwa an mehreren Telefonkonferenzen teilgenommen haben und bei sich zu Hause Konferenzen geführt haben.

Jobs in Apple-Zentrale gesichtet

Dass der mächtigste CEO der It-Branche öffentlich in einem Restaurant im kalifornischen Palo Alto gesichtet worden ist, darf als positives Zeichen für seinen Gesundheitszustand gewertet werden.  Dort soll er sich angeblich mit Apples Chefdesigner Jonathan Ive ausgetauscht haben.

Viel wichtiger ist jedoch die Meldung, dass Jobs auch in der Apple-Zentrale in Cupertino gesehen wurde - damit zeigt er Präsenz und wirkt der Gerüchtebildung entgegen.

Apple hängt an Jobs Schicksal

Die Aktionäre von Apple dürften sich über diese Nachrichten besonders freuen: Im Januar war noch von einem "Jobs Schock" die Rede gewesen. Da Apples wirtschaftlicher Erfolg in hohem Maße am Firmengründer hängt, wirkte sich dessen Gesundheitszustand sofort auf den Aktienmarkt aus. Nachdem die Aktien kurzzeitig nachgaben, stiegen sie jedoch seit Jobs Rückzug wieder um 1,7 Prozent.

Nachfolge weiterhin unklar

Über einen möglichen Nachfolger kann nur spekuliert werden. Derzeit liegen die Geschicke der Firma teilweise in den Händen von Vize Tim Cook, der als fähiger Manager gilt. Trotzdem scheint er als Jobs Nachfolger ungeeignet: Ihm fehlt dessen Charisma.

Die Aktionäre drängen indessen auf einen Nachfolgeplan - aus Angst vor weiteren Kurskapriolen bei einer möglichen Verschlechterung von Jobs Gesundheitszustand. Apple äußerte sich dazu in der Öffentlichkeit erwartungsgemäß nicht - allerdings wurden entsprechende Informationen an die US-Börsenaufsicht SEC weitergegeben.