Steve Jobs zieht sich vorübergehend von Apple zurück

Dass Apple seinen Erfolg größtenteils  Firmengründer Steve Jobs verdankt, dürfte wohl unstrittig sein. Doch wie eng die Symbiose zwischen Jobs und dem größten IT-Konzern der Welt ist, wird vor allem deutlich, wenn der große Chef einmal ausfällt.

Leber bringt Aktien zu Fall

Schon zwei Mal musste sich Jobs eine Auszeit nehmen, zuletzt 2009, als er eine Lebertransplantation benötigte. Fast genau auf den Tag zwei Jahre später muss sich der Apple-Chef nun wieder in Behandlung begeben:  Einem Bericht der New York Times zufolge haben sich Komplikationen mit der Spenderleber ergeben.

Zwar war die Börse in New York am Montag aufgrund eines Feiertags geschlossen, Analysten rechnen aber mit erheblichen Kursverlusten bei Apple. In Frankfurt hatte die Aktie schon am Montag stark  an Wert verloren. Spiegel Online zitiert den japanischen Analysten Norihiro Fujit, der von einem "Jobs Schock" spricht, und davor warnt, dass sein vorübergehender Rückzug nicht nur einzelne Werte, "sondern gesamte Indizes" bewegen könne.

Jobs Nachfolge weiter ungeklärt

Der Apple-Chef hatte am Montag in einer Mail an seine Mitarbeiter seine Zwangspause verkündet, ohne jedoch einen

Termin für die Rückkehr festzulegen. Weiter bat er darum, seine Privatshpäre zu achten - ein Wunsch, der in den Medien ungehört verhallte.

"I love Apple so much and hope to be back as soon as I can."
Steve Jobs

In der Mail bekennt sich Jobs klar zu Apple und gibt an, sich auch während seiner Abwesenheit an strategischen Entscheidungen zu beteiligen. Derweil hat er das Kommando an seinen Vize Tim Cook übergeben, der als fähiger Manager bekannt ist. Als Jobs Nachfolger wird er jedoch nicht gehandelt - es fehlt ihm das Charisma und die Strahlkraft des Apple-Gründers.

Jobs Gesundheit gefährdet auch Apple

Jobs hat es bisher versäumt, einen Nachfolger aufzubauen. Müsste er gesundheitsbedingt seinen Posten endgültig räumen, wäre das ein schwerer Schlag für den Konzern. Gerade deswegen reagiert die Börse so empfindlich auf die Gesundheit des Apple-Chefs: Er bestimmt maßgeblich den Erfolg des Unternehmens. Damit zeigt sich, dass seine dominante Stellung auch eine Kehrseite hat.