Kritik am Messenger-Test von Stiftung Warentest

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Stiftung Warentest: Messenger schneiden “kritisch” ab
Stiftung Warentest: Messenger schneiden “kritisch” ab(© 2014 istock.com/ueuaphoto)

Immer mehr wollen den Messenger wechseln. Ihr fragt Euch: Welcher ist sicher? Laut Stiftung Warentest nur einer! Doch der Test ist unvollständig.

Dabei hat sich Stiftung Warentest vor allem auf den Datenschutz bei den Messengern konzentriert. Der Funktionsumfang spielte in dem Schnelltest keine Rolle, heißt es. Wie zu erwarten, schneidet WhatsApp gar nicht gut ab, bekommt sogar den Status "sehr kritisch". Besonders negativ fallen den Testern unklar formulierte Passagen in den AGBs auf, nach denen es WhatsApp sogar erlaubt ist, ungefragt Daten an Dritte weiterzugeben. Weiter heißt es: "Welche Änderungen sich aus dem Verkauf an Facebook ergeben, ist derzeit noch unklar." Allerdings gehe aus den AGBs hervor, dass die Nutzer­daten bei einem Verkauf an den neuen Eigentümer, also Facebook, übergeben werden könnten.

Als unkritisch hingegen stuften die Tester den Schweizer Dienst Threema ein. Grund hierfür ist die Verschlüsselung, nicht nur der Kommunikation, sondern auch der hinterlegten Nutzerdaten. Eine Einschränkung macht Stiftung Warentest dennoch: Threema ist, wie auch WhatsApp, nicht quell­offen. Eine komplette Analyse des Daten­sende­verhaltens sei daher nicht möglich.

Nutzer üben Kritik am Test

Hingegen schneidet Telegram ebenfalls nicht gut ab. So gibt es weder ein Impressum noch eine Kontakt­adresse für Daten­schutz­fragen. Außerdem speichert der Dienst automatisch alle Adressbucheinträge - ohne um Erlaubnis zu fragen. Immerhin: "Dass die App Daten unver­schlüsselt vers­endet, können die Tester aber ausschließen." Wir hatten dem Messenger bereits vor einigen Tagen eine zweifelhafte Datenschutzpolitik attestiert.

Nutzer äußerten bereits Kritik an der App-Auswahl von Stiftung Warentest. So ist etwa die als relativ sicher geglaubte WhatsApp-Alternative Surespot gar nicht im Test aufgeführt. Unter Experten gilt der Messenger als die beste Lösung für alle, die mehr Wert auf Sicherheit legen.

Ein Nutzer vermutet sogar, dass Stiftung Warentest seine Kritik gelöscht hätte. Den Original-Kommentar hat er als Screenshot abgespeichert. So sind die Ergebnisse wohl tatsächlich eher als "Schnelltest" zu verbuchen, nicht als ausführliche Untersuchung der Sicherheitskonzepte der bekanntesten Messenger.

Noch schlechter schneiden der BlackBerry Messenger und Line ab. Die komplette Testübersicht findet Ihr hier.


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