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Strand, Pool, Freibad: Wie wasserdicht ist mein Handy?

Wie wasserscheu ist euer Smartphone?
Wie wasserscheu ist euer Smartphone? (© 2018 Shutterstock / SNeG17 )
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31.07.18 von

Arne Schätzle

Im Freibad, am Hotel-Pool, am Meer - im Sommer sitzen wir mit unseren Smartphones und Tablets gefährlich oft in der Nähe von Wasser. Und trotz aller Vorsicht nimmt das eine oder andere Gerät hier ein unfreiwilliges Bad. Elektronische Geräte sind für gewöhnlich zwar etwas wasserscheu, können ein spontanes Bad aber durchaus schadlos überstehen – wenn man die entscheidenden Parameter im Blick behält. Wir zeigen euch, welche das sind.

Die Werbeversprechen der Hersteller kommen meist recht vollmundig daher, oft sind Smartphones "wasserabweisend" oder sogar "wetterfest". Manchmal sind die Geräte in diesen Fällen aber nur mit einer wasserabweisenden Beschichtung versehen. Aussagekräftiger ist dagegen die IP-Schutzart. Was es damit auf sich hat: Smartphones sind nach unterschiedlichen Standards geschützt. Wer also wissen möchte, was das Device aushalten kann, schaut beim Kauf auf die folgenden Angaben.

Die Schutzklasse setzt sich aus zwei Kennziffern zusammen, die anzeigen, in welche Kategorie ein Gerät in Bezug auf das Eindringen von Fremdkörpern und Feuchtigkeit fällt. Die erste Ziffer der IP-Zertifizierung gibt dabei den Schutz gegen Staub an. Die meisten Smartphones sind nach Ziffer 6 staubgeschützt und gelten somit als staubdicht.

Zur Sicherheit: Immer IP-Zertifizierung checken!

Spannend wird es bei der zweiten Stelle der IP-Nummer: Sie gibt in 9 Abstufungen an, wie wasserdicht ein Gerät ist. Bessere Smartphones glänzen oft mit  Stufe 7, was für "Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen" steht, soll heißen: Das Smartphone übersteht einen Tauchgang von bis zu 30 Minuten in bis zu einem Meter tiefen Wasser unbeschadet. Geräte in Stufe 8 sind gegen dauerndes Untertauchen, in Stufe 9 sogar gegen Hochdruckreinigung gewappnet. In den Stufen 0 bis 5 sind die Geräte lediglich gegen Tropfwasser, Sprühwasser und Spritzwasser geschützt. Aber Vorsicht: Die IP-Norm bezieht sich lediglich auf Süßwasser, nicht auf aggressivere Flüssigkeiten wie beispielsweise Salzwasser.

Die Stiftung Warentest kontrolliert bei ihren umfangreichen Untersuchungen regelmäßig auch die Wasserfestigkeit von Smartphones und Tablets – und stellte beim Update der letzten Modelle fest, dass einige Geräte trotz IP67-Zertifizierung die Anforderungen nicht erfüllten: Bei 21 Smartphones fielen zwei der Geräte durch den obligatorischen Tauchtest, das Nokia 8 Sirocco und HTC U11 Life. Die Redaktion von giga.de konfrontierte die Hersteller daraufhin mit dem Fail ihrer Geräte, die wiederum überrascht reagierten: Dort hatte man von den Tests der Stiftung Warentest nämlich noch gar nichts mitbekommen und ringt nun nach Worten, um diese Misere aufzuklären.

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