Kopfhörer-Marke Beats streamt bald Musik ins Auto

Das junge Streaming-Service Beats Music öffnet sich für Entwickler.
Das junge Streaming-Service Beats Music öffnet sich für Entwickler.(© 2014 Beats Music)

Erst Anfang des Jahres startete das Musikportal des Kopfhörer-Herstellers. Jetzt öffnet sich Beats Music für Entwickler und wird von Chevrolet und Apple in Autos integriert.

Mit seinem Autozubehör CarPlay verwandelt Apple künftig Autos in eine iPhone-Fernbedienung. In das System, das noch dieses Jahr in Fahrzeuge eingebaut werden soll, ist auch die App Beats Music integriert. Jetzt hat der Anbieter des Musikportals mit Chevrolet einen zweiten Partner im Automobil-Bereich gefunden.

Der Autohersteller steckt die Anwendung in seinen App-Store "Chevrolet AppShop", der Streaming-Service soll noch dieses Jahr in ausgewählte Modelle eingebaut werden. Neben den üblichen Features der Anwendung, wie personalisierte Empfehlungen und Highlights-Playlisten, erstellt Beats Music auch eigene Playlists für unterschiedliche Fahrzeiten - vom Roadtrip bis zum Stau.

Öffentliche Schnittstelle

Chevrolet wird wohl nicht der einzige Partner von Beats Music bleiben. Am Freitag veröffentlichte der Musikdienst seine API. Mit der Schnittstelle können Entwickler die Anwendung künftig mit anderen Programmen verbinden. Mit der Schnittstelle erlaubt Beats Music Zugriff auf mehr als 20 Millionen Songs sowie Metadaten, Empfehlungen und kuratierte Inhalte. "Jeder Abonnent soll von überall Zugriff auf seine Musik haben", begründet Beats Music-Chef Ian C. Rogers den Schritt. So macht sich etwa Sonos, Hersteller von drahtlosen Lautsprechern, die API zunutze.

Starke Konkurrenz

Beats Music ging Anfang des Jahres an den Start. Beats ist in erster Linie für seine Lifestyle-Kopfhörer bekannt, will mit dem Streaming-Portal jedoch Services wie Rdio oder Spotify Konkurrenz machen.

2014 dürfte das Jahr der Musik für Tech-Konzerne sein. Denn nicht nur der Lautsprecher-Hersteller wagte sich ins Streaming-Geschäft. Amazon weitet derzeit sein Prime-Service aus, um ebenfalls Spotifys Markt anzugreifen. Und auch Google Play Music hat seinen Dienst diese Woche um einige Funktionen ausgeweitet.


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