Studie behauptet: Trolle sind Sadisten und Narzissten

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Trolle lauern im Internet an jeder Ecke
Trolle lauern im Internet an jeder Ecke(© 2014 CC: Flickr/Genista)

Keine Fantasy-Wesen: Im Internet stören Trolle Diskussionen und bringen Euch oft zur Weißglut. Eine kanadische Studie belegt nun, dass die virtuellen Unruhestifter häufig auch psychische Störungen aufweisen.

Trolle lieben es, anderen Menschen weh zu tun – auch virtuell. Diese Erkenntnis ist vielleicht nicht neu, nun haben kanadische Forscher sie aber wissenschaftlich belegt und die Ursachen ausgemacht. Für zwei Einzelstudien haben die Wissenschaftler Erin E. Buckels, Paul D. Trapnell und Delroy L. Paulhus 1200 Menschen zu ihrem Online-Verhalten befragt und diese Ergebnisse unter dem Titel "Trolls just want to have fun" veröffentlicht. Dabei kam heraus: Die Menschen hinter den virtuellen Trollen weisen häufig Eigenschaften wie Psychopathie, Sadismus und Narzissmus auf.

Kein Interesse an Argumenten

Die Forscher stellten den Teilnehmern teils sehr persönliche Fragen – zum Beispiel, ob sie anderen Menschen gerne Schmerzen zufügen oder wie sie zu Rache und Gewaltdarstellungen stehen. Zusätzlich brachten die Wissenschaftler das Kommentarverhalten der Befragten im Internet in Erfahrung. Etwa 5,6 Prozent der Befragten gaben zu, bei der Diffamierung von anderen Internetnutzern Spaß zu empfinden – bei dieser Personengruppe stellten die Wissenschaftler Übereinstimmungen fest. Denn diese Gruppe weist auch deutliche sadistische Züge auf, sodass das Verhalten im Internet in direkter Verbindung zur Persönlichkeit steht – auch zu der im richtigen Leben.


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