Studie: Pornos bescheren euch die meisten Smartphone-Viren

Viele Smartphone-Nutzer fangen sich über Pornos Viren ein
Viele Smartphone-Nutzer fangen sich über Pornos Viren ein(© 2018 CC: Unsplash/Alexandre Godreau)

Wer auf seinem Smartphone Pornos schaut, lebt gefährlich: Laut einer Kaspersky-Studie infizieren sich unfassbar viele Betrachter pornografischer Inhalte mit gefährlicher Malware. Bei den meisten Schädlingen handelt es sich um sogenannte Clicker.

Im Jahr 2017 fanden weltweit mehr als 1,2 Millionen Nutzer auf ihrem Smartphone mindestens einmal Porno-Malware, wie aus einer Studie von Kaspersky Lab hervorgeht. Das sind satte 25,4 Prozent aller auf Android-Geräten entdeckter Schadprogramme. "Insgesamt wurden 23 Malware-Familien identifiziert, die ihre wahren Absichten mit Pornografie-Versprechen tarnen", so das Cybersicherheitsunternehmen.

Leichte Opfer, bequeme Masche

Bei fast der Hälfte der Fälle handelte es sich um sogenannte Clicker. "Diese Malware-Art klickt sich durch Werbelinks und versucht ein Abonnement abzuschließen, das dann mittels sogenanntem WAP-Billing über die Handyrechnung abgerechnet wird", erklären die Experten. Zu den weiteren beliebten Maschen zählen Banking-Trojaner (24 Prozent), Rooting Malware (22 Prozent) und Ransomware (6,5 Prozent).

Obwohl sich mobile Porno-Apps nicht von anderen Malware-Apps unterscheiden, sind sie für Verbrecher deutlich interessanter. "Das Opfer einer Malware, die mit einer App für Erwachseneninhalte kommt, wird sich zweimal überlegen, den Vorfall anzuzeigen, da Pornografie gesellschaftlich unerwünscht ist", erklärt Kaspersky-Sicherheitsexperte Roman Unucheck. Die Angreifer erhöhen den Druck häufig zudem durch sogenannte Scareware.

Sie sperren den Bildschirm mit dem Hinweis, dass illegal versucht wurde, auf Kinderpornografie zuzugreifen und verlangen zur Entsperrung des Geräts ein Lösegeld. Das Unternehmen warnt, dass Pornoseiten oft allein zum Zweck der Malwareverbreitung eingerichtet werden und rät dazu, nur vertrauenswürdige Seiten aufzurufen und Android-Apps aus unbekannten Quellen zu meiden.


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