Studie: YouTube schadet Musikalben-Verkäufen

Warner Musics "YouTube Blackout" brachte dem Label ein Verkaufshoch.
Warner Musics "YouTube Blackout" brachte dem Label ein Verkaufshoch. (© 2010 CC: Flickr/Jordanhill School D&T Dept)

Durch das Video-Streaming verlieren Musik-Labels einer Untersuchung zufolge 40 Millionen Dollar pro Jahr. Warner Music erzielte mit seinem YouTube-Boykott vor fünf Jahren einen Anstieg der Verkaufszahlen. 

"YouTube Blackout" steigerte Musik-Verkäufe

Die Musikindustrie hat einen neuen Übeltäter gefunden. Nicht nur die Piraterie soll für die Krise der Branche verantwortlich sein. Eine neue Studie zeigt, dass sich YouTube negativ auf die Verkaufszahlen von Alben auswirkt.

Warner Music, einer der großen Player der Musiklabels boykottierte wegen eines Lizenzstreits im Jahr 2009 eine Zeit lang YouTube und ließ offiziell keine Stücke seines Portfolios auf dem Videoportal laufen.  Forscher der Fairfield University und der University of Colorado haben analysiert, wie sich diese Maßnahme auf die Verkaufszahlen auswirkte. Die Erkenntnis: Warner-Künstler verkauften während des "YouTube Blackouts" mehr Alben. Die Verkaufszahlen stiegen durchschnittlich um 10.000 Einheiten pro Woche, heißt es in der Studie.

40 verpasste Millionen pro Jahr

Die Analysten rechnen vor, dass die Alben der Top 40-Charts in den USA jährlich jeweils bis zu einer Million US-Dollar durch Verkäufe verpassen, weil Konsumenten lieber nur die Videos streamen. YouTube selbst argumentiert Vertretern der Musikindustrie hingegen immer damit, dass das Portal für Musik-Acts als Promotion-Plattform diene.

Sowohl YouTube als auch Apples iTunes arbeiten derzeit daran, ihre Musik-Angebote besser zu monetarisieren, während die Download-Einnahmen sinken. Beide Services wollen in naher Zukunft Streaming-Dienste, ähnlich wie Spotify und Pandora, launchen.


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