SuperFish-Sicherheitslücke: Lenovo bietet Lösungen an

Lenovo kämpft mit den Folgen der SuperFish-Sicherheitslücke
Lenovo kämpft mit den Folgen der SuperFish-Sicherheitslücke(© 2014 CURVED)

Schadensbegrenzung nach dem Sicherheits-Gau: Lenovo bietet ab sofort diverse Tools zum kostenlosen Download an, mit denen sich die auf vielen Windows-Rechnern vorinstallierte und bedenkliche SuperFish-Software des Herstellers wieder entfernen lässt. 

Vor einigen Tagen sorgten negative Schlagzeilen über eine extrem unsichere Software namens SuperFish für Aufsehen unter den Besitzern eines Lenovo-Laptops. Denn wie sich herausstellte, hat das chinesische Unternehmen bereits seit Monaten die aggressive Software auf vielen seiner Rechner vorinstalliert. SuperFish zeigt beim Surfen im Internet zusätzliche Werbung an, berichtet TechCrunch. Doch Sicherheitsexperten zeigten sich vor allem aus anderen Gründen entsetzt über das Programm.

Lenovo hilft bei der Entfernung von SuperFish

So soll die Software nämlich die Sicherheitszertifikate auf dem Rechner manipulieren, ohne dass der Nutzer davon etwas mitbekommt. Infolgedessen werden vermeintlich sichere Wege ins Netz wie beispielsweise die verschlüsselte Verbindung beim Zugriff auf eine HTTPS-Adresse unsicher, sobald sich der Nutzer ein einem öffentlichem WLAN befindet. Aufgrund der enormen Sicherheitslücken hat sich vor Kurzem sogar das US Department of Homeland Security eingeschaltet und verlangte von Lenovo, die Software von seinen Rechnern zu entfernen.

Das Unternehmen selbst hat mittlerweile erklärt, dass es bereits im Januar damit aufgehört habe, SuperFish auf neuen Modellen vorzuinstallieren. Auch sollen Lenovos eigene Server sämtliche Dienste, die mit dem Programm in Verbindung standen, eingestellt haben. Ab sofort bietet Lenovo auf seiner Support-Seite darüber hinaus diverse Tools zum Download an, mit denen sich SuperFish entfernen lässt. Auch ein Tool zum Löschen des SuperFish-Quellcodes ist dabei. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung leistet weitere Hilfestellung zur Entfernung der schädlichen Software.


Weitere Artikel zum Thema
Das BlackBerry KeyOne ist offi­zi­ell: das Come­back der QWERTZ-Tasta­tur
Marco Engelien4
UPDATESupergeil !27Das BlackBerry KeyOne hat wieder Hardware-Tasten
Es darf wieder getippt werden. Denn das BlackBerry KeyOne ist endlich wieder ein echtes BlackBerry. Es kommt mit Android – und physischer Tastatur.
Archos zeigt Einstei­ger-Smart­pho­nes mit Dual-Kamera und iPhone 7 Plus-Look
Guido Karsten
Beide Archos Graphite-Modelle verfügen über eine Dual-Kamera auf der Rückseite
Archos hat mit dem Graphite 50 und dem Graphite 55 zwei neue Smartphones vorgestellt. Ihr Design erinnert an die aktuellen Geräte von Apple.
iPhone-Garan­tie gilt künf­tig auch bei Display-Repa­ra­tur durch Drit­tan­bie­ter
Michael Keller1
Supergeil !7Ein kaputtes iPhone-Display ist stets ein Ärgernis
Apple hat offenbar seine Bestimmungen für das iPhone geändert: Die Garantie soll künftig auch dann gelten, wenn ein Drittanbieter-Display verbaut ist.