Surface Laptop vorgestellt: Microsofts Kampfansage an das Macbook Air

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Microsofts Surface Laptop
Microsofts Surface Laptop(© 2017 Microsoft)

Microsoft hat auf einem Event in New York das neue Surface Laptop vorgestellt. Eine günstige Variante des Surface Book, auf der das neue Windows 10 S läuft.

Wenn günstig immer noch teuer ist: Eigentlich war im Vorfeld des Microsoft-Events am 2. Mai die Rede davon, dass das Unternehmen einen Chromebook-Killer vorstellen würde. Nun ist klar: Der neu vorgestellte Surface Laptop hat damit wenig zu tun. Die ernsthafte Konkurrenz für die Notebooks mit dem Google-System kommt von Drittherstellern. Deren Geräte sollen ab 189 US-Dollar aufwärts kosten. Für den Surface Laptop müsst Ihr dagegen mindestens 1.149 Euro hinlegen. Eine Alternative zu den günstigen Chromebooks ist das nicht.

Tablet-Modus und lange Akkulaufzeit

Dem Gerät ist eine optische Zugehörigkeit zum deutlich teueren Surface Book (ab 1.649 Euro) nicht abzusprechen. Trotzdem gibt es deutliche Unterschiede. Das Display lässt sich zum Beispiel nicht vom Gehäuse trennen und als Tablet nutzen. Außerdem fehlt dem Surface Laptop das charakteristische Scharnier des Surface Book. Die Bildschirmdiagonale (13,5 Zoll) und das Seitenverhältnis (3:2) bleiben aber gleich. Außerdem verbaut Microsoft einen Touchscreen, der auch Stifteingaben erkennt.

Der Surface Laptop kommt mit Touchscreen.(© 2017 Twitter/@Windows)

Im Inneren taktet in der Grundausstattung ein "Core i5"-Prozessor der "Kaby Lake"-Serie von Intel. Dazu gibt es vier Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher und 128 GB SSD-Speicher. In der Spitze könnt Ihr das Gerät mit einem Core-i7-Chip, 16 GB RAM und 512 GB SSD ausstatten. Damit es unter Last nicht zu heiß wird, verbaut Microsoft sogenannte "Verdampfungskammern". Ein Killer-Feature soll die Akkulaufzeit des Surface Laptops darstellen. Die beträgt laut Hersteller 14,5 Stunden. Damit wäre mehr als ein Arbeitstag ohne Steckdose drin.

Apple im Visier

Dass Microsoft mit dem Surface Laptop nicht die Chromebooks von Googles Hardware-Partnern ins Visier nimmt, scheint gemessen an der Ausstattung logisch. Laut The Verge macht man aber auch gar keinen Hehl daraus, Apple das Wasser abgraben zu wollen. Panos Panay, Chef der Microsoft-Gerätesparte, verglich das Notebook zumindest mit Apple-Geräten. Der Surface Laptop halte länger durch als jedes MacBook Air, so Panay. Außerdem soll das Gerät in der besten Ausstattung schneller sein als das MacBook Pro mit Core-i7-Prozessor.

Das alles klingt sehr attraktiv, wäre da nicht das Betriebssystem. Denn auf dem Surface Laptop läuft nicht das normale Windows 10, sondern Microsofts neues Windows 10 S. Heißt: Ihr könnt auf dem Gerät keine herkömmliche Software installieren, sondern nur Apps aus dem Windows Store. Es bestehe aber eine Upgrade-Option auf Windows 10 Pro.

Der Surface Laptop kann ab sofort vorbestellt werden und kommt ab 15 Juni 2017 in vier Farben auf den Markt.


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