“Sweet Home”: Kommt der nächste Sommerhit ausgerechnet aus Hamburg?

“Ich nehm mir den ganzen Sommer frei, die zwei Tage kann ich ja im Winter nacharbeiten.” Wer in Hamburg lebt, der weiß, dass hinter diesem Witz viel Wahres steckt. Ist es da ein Zufall, dass ausgerechnet in der längsten Sonnenphase seit Jahrzehnten ein Song aus Hamburg anschickt, der Sommerhit 2018 zu werden?

„Sweet Home“ ist eine Liebeserklärung an den Ort, wo man sich zu Hause fühlt. Der Text verarbeitet schöne Erlebnisse aus der Vergangenheit und richtet sich an alle, die viel unterwegs sind und sich darauf freuen, nach Hause zu kommen. So formulieren es die beiden Künstler hinter der Single, das Duo Mad Hatter’s Daughter aus Hamburg.

Mad Hatter’s Daughter, das sind Kira und Basti, durch und durch Hanseaten, wettererprobt und sturmfest. Kira studierte in Hamburg Modedesign und Basti Tontechnik, denn schon in jungen Jahren wurde erst das Klavier und später die Gitarre sein ständiger Begleiter. Seit über 10 Jahren spielt er in Bands und arbeitet als Engineer und Produzent in den Nemo Studios von Frank Peterson. Während Kira an Stoffen, Schnittmustern und Formen feilte, war die Musik auch bei ihr ein permanenter Gefährte, denn gesungen hat sie schon immer, allerdings niemals vor anderen Leuten. Durch Zufall lernten sie sich über die Musik kennen, denn Bastis damalige Band holte sich Styling-Beratung – von Kira.

Bei einer gemeinsamen Autofahrt sang Kira einen Song im Radio mit und Basti staunte nicht schlecht. „Ich war völlig baff und dachte, wow, was ist das für eine Stimme“, erklärt der Musiker gegenüber CURVED. Kurzerhand schenkte er ihr zum Geburtstag Gesangsstunden, was sie erstmal sprachlos machte. „Ich wusste wirklich nicht, ob ich mich freuen oder ihm das symbolische Mikro um die Ohren hauen Soll“. Da beide Rod Stewart lieben und Kiras rauchige Stimme geradezu prädestiniert für seine Songs war, versuchten sie es gemeinsam mit „People Get Ready“. Nach der Gesangspremiere vor Familie und Freunden, ging es auf die Straße, um Erfahrungen zu sammeln und die Scheu zu verlieren.

Unterstützung von "Madsen"-Produzent Sven Bünger

Dann nahmen sie „Hurt“, in einer Mischung aus der Gitarrenversion von Johnny Cash und der der Nine Inch Nails auf und stellten es mit einem selbstgedrehten Video ins Netz. Das Feedback war Begeisterung pur und der Ansporn, nun erst recht loszulegen. Der Name Mad Hatter’s Daughter war ursprünglich mal Kira’s Idee für ein Fashionlabel. Und das sollte emotional, authentisch und handgemacht sein, genauso wie es heute ihre gemeinsame Musik ist. Dabei überzeugen die facettenreichen Songs, die mit Kira’s tiefer und rauchiger Stimme faszinieren. „Female Rod Stewart“, „Adele“, „Stevie Nicks“ waren nur einige Assoziationen von Hörern, die in den Genuss ihrer Musik kamen.

Mittlerweile umfasst ihr Debütalbum „Life Affairs“ zwölf Tracks. Mit dabei die
Coversongs „Hurt“ und „People Get Ready“, aber auch eigene Titel wie „Sweet Home“ oder
„More“.  Mitproduziert hat die neue Single Sven Bünger, der schon für Johannes Oerding und Madsen tätig war. In nur einem Jahr als Support-Act vor über 20.000 Konzertbesuchern bundesweit live auf der Bühne zu stehen und dann im Anschluss mit einer eigenen Akustik-Show mit knapp 700 Gästen die Hamburger Markthalle zu füllen, ist mehr als beeindruckend. Dazu eine Spotify-Bilanz von über 2 Mio. Streams für eine digital veröffentlichte EP, durch die Bank positives Feedback für ein selbstgedrehtes Video namens „Hurt“ und Airplay ihrer Single „Made Of Tears“ auf etlichen Radiostationen bundesweit. Der Name hinter dieser Erfolgsstory heißt Mad Hatter’s Daughter und ihr Weg zeigt eine deutliche Richtung: Ganz nach oben.

“Sweet Home” ist ab sofort auf iTunes, Apple Music, Spotify und Amazon Music sowie Google Play als Download und Stream erhältlich.


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