Tablets@CES 2014: Das Jahr wird so flach wie nie

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Besucher der CES, der weltgrößten Technikmesse in Las Vegas
Besucher der CES, der weltgrößten Technikmesse in Las Vegas(© 2014 CES)

Eines der Trendthemen auf der weltgrößten Technikmesse in Las Vegas waren in diesem Jahr Tablet-Computer: Geht es nach den Elektronikherstellern, sollen die Computer ohne Tastatur raus aus der Nische  – und rein in jede Tasche. Mit diesen neuen Tablets soll das Kunststück gelingen.

Wenn man wissen will, was das Jahr an Technik-Neuheiten zu bieten hat, muss man im Januar nur nach Las Vegas schauen. Kurz nach dem Jahreswechsel findet in der Spielerhauptstadt der Welt die wichtigste Technikmesse statt. Alle großen IT-Hersteller stellen dort ihre Highlight-Produkte vor – von denen viele erst Monate später in den Handel kommen.

In jedem Jahr gibt es bestimmte Produktkategorien, die den Trend für die kommenden zwölf Monate bestimmen. Für 2014 waren es Wearables, 2K-Fernseher und ... Tablets. Ob Lenovo, HP, Sony oder Acer: Kein Hersteller, der nicht mindestens einen neuen Flachmann präsentiert hat. Kein Wunder, ist der Markt für Desktop-PCs und Notebooks doch längst gesättigt.

Tablet-Zeitalter: Wir haben uns schon so an die Bildschirmbedienung gewöhnt, dass Kinder kaum noch wissen, wie eine herkömmliche Tastatur funktioniert

Mit den neuen Touchscreen-Geräten zeigen die großen Hersteller, dass Tablets längst mehr sind als eine bloße Spielerei. Inzwischen lassen sich die leistungsstarken Geräte sowohl für private als auch für berufliche Zwecke einsetzen. Es gibt sie in verschiedensten Größen, so dass man einige Tablets nur noch schwerlich als mobile Computer bezeichnen kann. Das Tablet ist also in unserem Alltag angekommen.

Wir haben uns schon dermaßen an die Bildschirmbedienung gewöhnt, dass Kinder schon kaum noch wissen, wie eine herkömmliche Tastatur funktioniert. Also von wegen „Wisch und weg“: Die Tablets sind gekommen, um zu bleiben. Und die folgende Auflistung zeigt ein paar der Neuvorstellungen, die zum ersten Mal in Las Vegas präsentiert wurden.

Acer: Iconia A1-830 und Iconia B1-720

 

Acer- Iconia A1-830

Das schlanke A1-830 von Acer könnte mit dem iPad Mini verwandt sein: Es bietet ein 7,9-Zoll-Display mit IPS-Technologie und hat wie Apples Megaseller ebenfalls einen Alu-Rücken.  Allerdings kostet es gerade einmal halb so viel wie das günstigste iPad Mini und außerdem lässt sich der Speicher per SD-Karten erweitern. Das Android-Gerät wird zudem von einem Intel-Prozessor angetrieben.  Das noch günstigere B1-720 richtet sich an Einsteiger, die nicht so viel Wert auf Höchstleistung legen: Das 7-Zoll-Display bietet lediglich 1.024 x 600 Pixel, der Speicher ist mit 16 Gigabyte eher knapp bemessen und im Inneren werkelt eine Dual-Core-CPU mit 1,3 GHz. Zum Surfen, Lesen und Filme schauen reicht das aber allemal.

 

Alcatel One Touch Pop 7 und Pop 8

Ebenfalls an preisbewusste Einsteiger richten sich die Geräte von Alcatel. Auf beiden Tablets ist Android 4.2 (Jelly Bean) vorinstalliert. Während das Pop 7-Tablet einen 7-Zoll-Touchscreen und einen Dual-Core-Prozessor mit 1,3-GHz-Prozessor, verfügt das Pop 8 nicht nur über einen 8-Zoll-Bildschirm, sondern auch über einen Quad-Core-Prozessor mit 1,3-GHz.

Asus Transformer Book Duet TD300

Asus Transformer Book Duet TD300 2

 

Das Tablet von Asus ist dagegen eine richtige Rennmaschine und eher für professionelle Anwendungen gedacht. Auch wenn das Gerät nicht von Hollywood-Regisseur Michael Bay stammt, kommt der Name Transformer nicht von ungefähr: Nutzer können beim 13,3-Zoll-Tablet je nach Anwendung zwischen Windows 8.1 und Android 4.2 wechseln. In der besten Ausstattungsvariante dient Intels i7-Quad-Core-CPU als Prozessor, dazu gesellen sich 4 Gigabyte Arbeitsspeicher und bis zu 128 Gigabyte Flashspeicher sowie ein Keyboard-Dock mit einer 1-Terrabyte-Festplatte.

Asus Vivotab Note 8

„The Return of the Stift“ heißt es dagegen bim Vivotab, denn das installierte Betriebssystem Windows 8.1 wird hier per Stifteingabe bedient. In diesem Fall handelt es sich beim Eingabestift um einen Wacom-Digitzer, wodurch das Tablet auch und gerade für Grafikdesigner interessant sein könnte. Die inneren Werte sind mit dem Quad-Core-Prozessor Atom Z3740 und bis zu 64 Gigabyte Speicherplatz ganz ordentlich – zumal letzterer sich per Micro-SD erweitern lässt. Käufer des Tablets erhalten Microsofts Office 2013 kostenlos obendrauf.

Samsung Galaxy NotePro 12.2

Marktführer bei den Smartphones ist Samsung bereits. Nun versucht der südkoreanische Konzern Apple auch die Tablet-Krone zu entreißen – und will die Chancen dafür gleich mit vier neuen Tablets erhöhen. Eines ist das Galaxy NotePro 12. Das XXL-Tablet verfügt über eine Bildschirm-Diagonale von 12,2 Zoll, der Touchscreen hat eine Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixel. Die Kamera auf der Rückseite hat acht Megapixel, die Frontkamera immerhin zwei Megapixel. Das Android 4.4 (Kitkat) wird in der LTE-Version des Tablets von einem Snapdragon 800 von Qualcomm angetrieben. Wie bei der Note-Familie üblich, wird bei der Bedienung auch hier ein Stylus genutzt.

Samsung TabPro 12.2, 10.1, 8.4

Viele angehende Tablet-Käufer dürften sich auch für die TabPro-Reihe von Samsung interessieren, die in drei verschiedenen Größen angeboten wird: in acht, zehn oder zwölf Zoll. Die 8-Zoll-Version mit einer Auflösung von 2.560 x 1.536 Pixel gibt es mit 16 oder 32 Gigabyte Flashspeicher. Auch in dieser Serie ist Googles Betriebssystem Android 4.4 bereits installiert, als Quad-Core-Prozessor dient der Snapdragon 800.

Lenovo Thinkpad 8 Tablet

 

Lenovo Thinkpad 8

Noch immer ist vielen nicht bekannt, dass Lenovo der größte PC-Hersteller der Welt ist. Und diese Position will der chinesische Konzern auf andere Technik-Bereiche ausdehnen. Dafür hat Lenovo kürzlich von Google den Smartphone-Hersteller Motorola gekauft. Bei Tablets will man es dagegen ohne fremde Hilfe schaffen. Und mit dem schlanken Tinkpad 8 ist man auf dem besten Weg, schließlich handelt es sich um eines der besten Windows-Tablets, die auf der CES vorgestellt wurden. Das 8.3-Zoll-Display zeigt 1.920 x 1.200 Pixel an und Intels schnellste Bay-Trail-CPU soll sogar mit 4K-Videos zurechtkommen. Ein witziges Gimmick ist die optionale Quickshot-Hülle: Hebt man das Cover von der 8-Megapixel-Kamera ab, startet automatisch die Kamera-App.

Panasonic Toughpad FZ-M1

Ein Tablet muss nur einmal mit der Kante auf den Boden fallen, und schon ist Hardware für mehrere hundert Euro kaputt. Eigentlich. Denn das Toughpad von Panasonic zeichnet sich laut Hersteller vor allem durch seine extrem hohe Widerstandsfähigkeit aus. Und es soll nicht nur Stöße aushalten, sondern auch Spritzwasser und Staub sollen dem Gerät nichts anhaben können. Dafür ist es mit 1,8 Zentimetern auch deutlich dicker als die meisten anderen Tablets. Doch dank der gerade einmal 600 Gramm stört das kaum. Außerdem verfügt das Toughpad über einen USB-3.0-Anschluß, einen Kartenleser und eine 5-Megapixel-Kamera.

Panasonic Toughpad 4K Tablet

Auch wenn das zweite Highlight von Panasonic Stürze aus gut einem Meter aushalten soll, ist es kaum geeignet, draußen genutzt zu werden – allein schon, weil das Gerät 2,8 Kilogramm schwer und sehr groß ist. Der 20-Zoll-Bildschirm zeigt unglaubliche 3.840 x 2.560 Pixel und ist damit perfekt für Videos im 4K-Format geeignet. Das Windows-Tablet wurde speziell für Künstler und Designer entwickelt und lässt sich daher per Stift bedienen. Als Prozessor dient Intels i7-Quad-Core-CPU. Bis zu 16 Gigabyte Arbeitsspeicher, 256 Flashspeicher und Intels i7-Quad-Core-CPU sind eindrucksvoll – genauso wie der Preis: Das wenig mobile Tablet soll bei Markteinführung rund 6000 US-Dollar kosten.

HaierPad Mini 781

 

HaierPad Mini 781

Superlativen helfen dabei, Geräte zu verkaufen. Haier will mit dem Mini 781 das dünnste Tablet der Welt gebaut haben: Gerade einmal 6,6 Millimeter ist das Gerät dick und dazu laut Hersteller nur 290 Gramm leicht. Der Rest ist allerdings Standard: Android 4,2, eine 5-Megapixel-Kamera und maximal 16 Gigabyte Speicher.

Sony Vaio Flip 11 A

Der japanische Konzern stellt sowohl Notebooks als auch Tablets her. Mit dem Flip hat Sony allerdings den Dreh raus und verbindet das beste aus beiden Welten: Wenn man das 11,6-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung um 360 Grad umklappt, wird aus dem Ultrabook ein vollwertiges Tablet. Dann wird es statt mit der Tastatur per Touchscreen bedient, auch ein Digitizer-Stift gehört zum Lieferumfang.

Fuhu Dreamtab

 

Fuhu-Dreamtab

Kinder können häufig besser mit moderner Technik umgehen als ihre Eltern und Lehrer. Sichern Erwachsene die Geräte nicht ab, führt das häufig dazu, dass ihre Sprösslinge Inhalte konsumieren und Webseiten aufrufen, die nicht für deren Augen bestimmt sind. Fuhu will Eltern diese Sorge nehmen: Für das Dreamtab arbeitet die Firma mit dem Hollywood-Studio Dreamworks zusammen, was schon beim Anschauen der installierten Lernvideos deutlich wird: Die lustigen Pinguine aus „Madagascar“ erklären, wie das Gerät benutzt wird. Eine familienfreundliche Social-Media-App schützt zudem die Privatsphäre der Kinder. Doch trotz der kindlichen Optik muss der IT-Nachwuchs nicht auf Qualität verzichten: Als Betriebssystem läuft Android 4.4 und das Display in acht oder zehn Zoll zeigt Videos in Full-HD an.


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