Taxifahrer vs. Uber: Ausschreitungen bei Demonstrationen in Frankreich

Taxifahrer müssen in Gegensatz zu Fahrern von UberPop eine Ausbildung zur Personenbeförderung absolvieren
Taxifahrer müssen in Gegensatz zu Fahrern von UberPop eine Ausbildung zur Personenbeförderung absolvieren(© 2014 CC: Flickr/Doerky)

Eigentlich sollte der Fahrdienst UberPop in Frankreich bereits seit Anfang des Jahres dank eines neuen Gesetzes verboten sein, jedoch wehrt sich Uber hiergegen mit juristischen Mitteln. Dies gefällt den französischen Taxifahrern überhaupt nicht – und so kam es laut einem Bericht der taz am 25. Juni bei Demonstrationen zu heftigen Ausschreitungen.

Brennende Reifen, Straßensperren und Verletzte – wenn in Frankreich demonstriert wird, dann hat die Polizei meist einiges zu tun. Am 25. Juni  waren es die französischen Taxifahrer, die für eine endgültige Lösung ihres Problems mit Uber und vergleichbaren Fahrdiensten auf die Straße gingen. Sie fordern die Durchsetzung des Verbotes dieser Dienste, welches es eigentlich bereits seit Anfang des Jahres gibt.

Uber will nicht kampflos aufgeben

Das Verbot, das am Anfang des Jahres in Kraft getreten ist, zielt nicht gegen Uber direkt, sondern gegen die Vermittlung von Fahrgästen an nicht-professionelle Fahrer. Genau dies ist allerdings die Geschäftspraxis von UberPop, weswegen Anfang des Jahres sogar bereits Bußgelder gegen Fahrer des Dienstes verhängt wurden. Uber selbst ist mit dem Verbot seines Services nicht einverstanden und hat Frankreich vor der EU-Kommission verklagt. Der Fall ist immer noch nicht entschieden und solange dies nicht geschehen ist, soll UberPop weiter genutzt werden können.

Rund 3.000 Taxifahrer demonstrierten in mehreren Städten Frankreichs für eine Lösung, die UberPop und vergleichbare Dienste endgültig verbietet. Dabei wurden Verkehrsknotenpunkte wie Flughäfen und Bahnhöfe blockiert. Einige Taxifahrer sollen angefahren worden sein, als Wagen durch eine Straßensperre brachen. Frankreichs Präsident Hollande soll am 26. Juni die Ausschreitungen verurteilt haben. Gleichzeitig habe er sich aber deutlich für ein Verbot und eine Auflösung von Uber ausgesprochen.

Weitere Artikel zum Thema
Uber muss nun nach den Taxi-Regeln spie­len
Francis Lido
Taxi-Betriebe können aufatmen: Der EuGH legt für Uber die gleichen rechtlichen Bedingungen fest
Gute Nachrichten für Taxi-Unternehmen: Für Uber gelten in Europa nun dieselben rechtlichen Bedingungen. Das entschied der Europäische Gerichtshof.
Wert­volls­tes Star­tup: Uber bald mehr wert als Xiaomi
Michael Keller6
Uber-CEO Travis Kalanick will einmal mehr Geld von Investoren einsammeln
Der Fahrdienst Uber könnte zum wertvollsten Startup aufsteigen: Das Unternehmen hoffe, auf einen Wert von 50 Milliarden Dollar geschätzt zu werden.
Verkauft Nokia HERE Maps an Uber?
Andre Kummer2
Peinlich !6Der Kartendienst Nokia HERE könnte bald Uber gehören
Aktuellen Gerüchten zufolge will sich Nokia von seinem Kartendienst HERE trennen. Mit Uber soll angeblich auch schon ein Käufer bereitstehen.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.