Technik-Meldungen am Montag

Spionagesoftware wurde 100 Mal eingesetzt
In den letzten drei Jahren soll die staatliche Spionagesoftware ungefähr 100 Mal zum Einsatz gekommen sein, das geht aus einem Medienbericht des ZDF hervor. Hans-Peter Uhl, Sprecher der Unionsfraktion, bestätigte in der Samstagsausgabe der Osnabrücker Zeitung, dass Behörden seit 2009 etwa 35 Mal jährlich die umstrittene Software eingesetzt hätten. Er diente in erster Linie dazu, "verschlüsselte Kommunikation am Computer abzugreifen".

Samsung: Einstweilige Verfügung gescheitert
In den Niederlanden hat ein Gericht einen Antrag auf Einstweilige Verfügung durch den Handykonzern Samsung gegen Apple abgewiesen. Auf der gleichen Grundlage wie in Deutschland wollte das südkoreanische Unternehmen Samsung auch in Niederlande den Verkauf von iPads und iPhones verbieten.

Das Gericht hat die Patente für die relevante 3G-Technik bestätigt, konnte aber keine Patentverletzung durch Apple feststellen. Da es sich um eine standardmäßige Technik handelt, müsste die Firma unter Leitung von Tim Cook Lizenzen von Samsung zu vernünftigen Preisen erwerben. In Frankreich und Italien hat das Unternehmen aus Südkorea ähnliche Verfahren gegen Apple eröffnet.

Google schließt Dienste - Fokus liegt auf Google+
Der Vorgänger vom sozialen Netzwerk Google+, Google Buzz wird bald nicht mehr erreichbar sein. Er wird gemeinsam mit anderen Diensten auf Wunsch von Google in den Ruhestand gehen. So steht der gekaufte, einst vielversprechende Kurzmitteilungsdienst Jaiku vor dem Aus. Er konnte sich noch nie richtig durchsetzen und war deshalb eher eine Last für den Suchmaschinenriesen. iGoogle muss auch mit Einschnitten, beispielsweise bei den sogenannten sozialen Features, rechnen. Code Search ist ebenfalls von einer Schließung betroffen.

Die eindeutige Nachricht des Firmenchefs Larry Page: Der Fokus liegt ab sofort auf Google+.