Telegram profitiert von WhatsApp-Häkchen-Desaster

Telegram profitiert von der Unmut der WhatsApp-Nutzer – zum wiederholten Mal
Telegram profitiert von der Unmut der WhatsApp-Nutzer – zum wiederholten Mal(© 2014 Telegram, CURVED Montage)

Laufen WhatsApp die Nutzer davon? Anscheinend verzeichnete der Messenger-Dienst Telegram im November 2014 einen hohen Zulauf an neuen Kunden. Der Grund dafür soll die neue Funktion bei WhatsApp sein, die gesendete Nachrichten mit blauen Häkchen als gelesen kennzeichnet.

Knapp 1,5 Millionen neue Nutzer hätten sich in nur zwei Tagen einen Account bei Telegram eingerichtet, ließ der Messenger-Dienst selbst via Twitter verlauten. Der Grund scheint tatsächlich in den blauen Häkchen von WhatsApp zu liegen, wie es auch die Kommentare bei Twitter nahelegen. Die Reaktionen sind indes kein neues Phänomen: Bereits im Februar 2014 wechselten viele Nutzer von WhatsApp zu Telegram, als bekannt wurde, dass der Messenger-Dienst von Facebook übernommen wird.

WhatsApp als "Beziehungskiller"?

Seit einigen Tagen wird bei WhatsApp neben einer verschickten Nachricht durch zwei blaue Häkchen angezeigt, wenn diese vom Empfänger gelesen wurde. Die Häkchen erscheinen offenbar sowohl bei privaten Mitteilungen als auch unter Nachrichten in Gruppenchats. Bei vielen Nutzern stößt diese Funktion auf Unmut, da der Empfänger nun im Zweifel indirekt gezwungen wird, auf eine Botschaft zu antworten.

Zwar gibt es offenbar die Möglichkeit, Nachrichten über das WhatsApp-Widget für Android zu lesen, ohne dass diese als gelesen markiert werden. Dennoch stößt die Funktion auf einigen Widerstand seitens der Nutzer: In einer Umfrage des Portals Giga sprachen sich fast die Hälfte der 10.000 Teilnehmer dagegen aus. Wie Ihr Euch der Messenger-Wanderung anschließen und von WhatsApp zu Telegram wechseln könnt, haben wir für Euch in einem Ratgeber zum Thema zusammengefasst.