Tesla Model 3: Die günstigste Variante ist noch immer in Arbeit

Bald soll die günstige Version des Model 3 auf den Markt kommen.
Bald soll die günstige Version des Model 3 auf den Markt kommen.(© 2017 Tesla)

Ist Teslas Model 3 eine Mogelpackung? 35.000 US-Dollar sollte die Basis-Version des Elektroautos kosten. Das Problem: Man kann den Wagen zu diesem Preis aktuell gar nicht kaufen. Das soll sich bald ändern.

Günstig, trotzdem eine annehmbare Reichweite und – gegen Aufpreis – viele technische Spielereien. Eigentlich sollte das Tesla Model 3 das Elektroauto für jedermann sein. Auf der eigenen Webseite wirbt das Unternehmen auch damit: Das Auto sei "auf beste Bewertungen in jeder Sicherheitskategorie ausgelegt", bietet eine Reichweite von 220 Meilen – und ist schon für 35.000 US-Dollar zu haben.

Die Produktionshölle ist Mitschuld

Das stimmt allerdings nicht so ganz. Wer sich den günstigen Tesla sichern will, der muss aktuell 49.000 US-Dollar bezahlen. Für den Aufpreis bekommen Käufer zwar die Premium-Innenausstattung und eine höhere Reichweite von 310 Meilen, richtig erschwinglich ist der Wagen zu dem Preis aber nicht mehr. Die Frage: Wo bleibt das 35.000-Dollar-Auto?

Firmenchef Elon Musk gab bereits per Twitter bekannt, dass der Einstiegs-Tesla erst später vom Band rollen wird. Denn zunächst müsse man in der Produktion die Zielrate erreichen und die Abläufe optimieren, um die Zielkosten zu erreichen, die den Zusammenbau des günstigen Autos zu ermöglichen. Im Klartext: Erstmal muss alles rund laufen. Hätte Tesla gleich mit dem günstigen Model 3 angefangen, hätte das Unternehmen "Geld verloren und wäre gestorben", so Musk.

Fokus auf günstige Autos

Die Produktion war bei der Fertigung des Model 3 aber lange ein Knackpunkt. Musk selbst sprach von der "Produktionshölle". Das Unternehmen kam mit der Bau der Autos nicht nach. Doch nun gibt es offenbar Grund zur Hoffnung. Wie electrek berichtet, hatte Musk bei der Bekanntgabe der Zahlen für das zweite Quartal 2018, erwähnt, dass man ein neues Design für den Akku des Model 3 entwickelt habe. Durch diesen soll das Model 3 nicht nur eine höhere Reichweite bekommen, leichter und allgemein besser werden, sondern auch günstiger.

Auch auf Twitter legte Musk den Fokus auf die Produktion des günstigen Autos. Twitter-Nutzer und electrek-Chefredakteur Fred Lambert wollte von Musk eigentlich wissen, wie nahe sich die Konzeptbilder der Innenausstattung des Sportwagens Tesla Roadster an der Wirklichkeit bewegen. Die Antwort: "Das Produktionsdesign wird besser." Der Fokus liege aber aktuell darauf, das Model Y auf den Markt zu bringen und den die erschwingliche Version des Model 3 zu produzieren.

Kleiner Dämpfer: Vor 2019 wird Tesla wohl nicht mehr mit der Produktion beginnen. Zumindest der günstige Akku könne laut Musk erst im ersten Quartal 2019 gefertigt werden. Dann sollen auch die ersten Model 3 an deutsche Kunden ausgeliefert werden.


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