Tesla Model 3: Elektroauto rollt zu langsam vom Band

Noch läuft die Herstellung des Tesla Model 3 nicht schnell genug
Noch läuft die Herstellung des Tesla Model 3 nicht schnell genug(© 2017 Tesla)

Das Elektrofahrzeug Tesla Model 3 benötigt Beschleunigung: Eigentlich sollten schon Tausende Exemplare des Autos fertig sein. Das Ziel hat das Unternehmen jedoch verfehlt. Viele Vorbesteller müssen nun noch etwas länger warten. Elon Musk befindet sich wohl ganz tief in der Produktionshölle.

Noch im Dezember 2017 wollte Tesla die Produktion ursprünglich auf 50.000 Autos pro Woche hochfahren. Im vierten Quartal des vergangenen Jahres konnten aber lediglich etwa 2425 Exemplare hergestellt werden, teilt das Unternehmen über GlobeNewswire mit. Ausgeliefert wurden davon offenbar nur 1550 Modelle. Das Erreichen des ursprünglichen Produktionsziels sei in den kommenden Monaten auch nicht zu erwarten: Angepeilt sind 5000 Einheiten pro Woche ab Ende des zweiten Quartals 2018 – also deutlich weniger als 50.000.

Keine Masse für den Massenmarkt

Schon in Kürze gebe es aber zumindest eine "kleine" Steigerung: Für das Ende des ersten Quartals 2018 soll schon die Fertigung von 2500 Exemplaren pro Woche angepeilt sein. Genug ist das aber wohl noch lange nicht. Eigentlich sollte das Tesla Model 3 nämlich das Elektrofahrzeug für den Massenmarkt werden – hat es doch einen deutlich attraktiveren Preis als die anderen Modelle des Herstellers. Doch wenn die Produktion weiterhin so schleppend verläuft, wird das Auto vorerst eine Ausnahme auf den Straßen bleiben, was auch die Gebrauchtwagenpreise für das Model 3 extrem in die Höhe treibt.

Die langsame Produktion hat sich schon 2017 angekündigt: Von den für Anfang Oktober 2017 angepeilten 1500 Exemplaren hat Tesla lediglich 260 fertiggestellt. Zu Problemen habe die Fertigung einiger Komponenten geführt. Letztendlich haben die Roboter, die das Model 3 bauen, nur mit einem Zehntel ihrer maximalen Geschwindigkeit agiert. Es bleibt zu hoffen, dass Tesla sein günstiges Elektrofahrzeug bald deutlich flotter herstellen kann, damit es für Vorbesteller nicht zu noch längeren Wartezeiten kommt.


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