Tesla Model Y ist da: Was das E-Auto kann und wie viel es kostet

Das Tesla Model Y erscheint in vier Varianten
Das Tesla Model Y erscheint in vier Varianten(© 2019 Tesla)

Da ist es also, das Tesla Model Y. Am 14. März 2019 hat das Unternehmen von Elon Musk sein lang erwatetes neues Elektro-Fahrzeug vorgestellt. Es handelt sich um ein E-SUV, das auf dem Tesla Model 3 basiert, aber damit verglichen mehr Platz bietet.

Die Einstiegsvariante wird in den USA 39.000 Dollar kosten, was etwa 34.400 Euro entspricht. Die Auslieferung der Varianten "Long Range RWD", "Long Range AWD" und "Performance" soll im Herbst 2020 beginnen. Das Basismodell erscheint laut der Präsentation erst im Frühjahr 2021. Im deutschen Konfigurator steht dagegen, dass die Fertigung erst 2022 beginne. Bei der Enthüllung hat Elan Musk das Tesla Model Y folgendermaßen beschrieben: "Es hat die Funktionalität eines SUV, wird sich aber wie ein Sportwagen fahren. Dieses Ding wird Kurven also richtig eng nehmen können."

Platz für bis zu sieben Personen

Im Tesla Model Y sollen bis zu sieben Personen Platz finden – und gut geschützt sein: The Verge zufolge erwarte Musk in Crash-Tests 5-Sterne-Bewertungen für das E-SUV. "Es wird das bei weitem sicherste SUV mittlerer Größe", so der CEO. Das Interieur ähnelt optisch dem des Model 3, bietet aber mehr Platz. Die Mitnahme von sieben Insassen setzt eine dritte Sitzreihe voraus, die allerdings nicht vor 2021 erhältlich sein wird. Der Aufpreis dafür beträgt 3100 Euro. Ohne das Zubehör nimmt das Tesla Model Y bis zu fünf Personen mit.

Das Tesla Model Y kommt standardmäßig mit Panoramadach(© 2019 Tesla)

Fahrgäste kommen standardmäßig in den Genuss eines Panoramadachs. Das Design des Armaturenbretts wirkt sehr aufgeräumt: Auf Knöpfe hat Tesla nahezu komplett verzichtet. Stattdessen erfolgt die Bedienung hauptsächlich über einen 15 Zoll großen Touchscreen, der sich über der Mittelkonsole befindet. Über das Display könnt ihr auf einen Internet-Browser zugreifen und Musik und "Medien" streamen. Software-Updates sollen das Tesla Model Y zukünftig mit neuen Funktionen versorgen. Dabei soll unter anderem autonomes Fahren eine Rolle spielen.

So unterscheiden sich die Versionen

Die günstigste Version nennt sich Tesla Model Y "Standard Range" und bietet eine Reichweite von 390 Kilometern. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 193 km/h. Von 0 auf 100 beschleunigt das "Standard Range"-Modell in 6,3 Sekunden. Außerdem setzt Tesla wie bei der "Long Range RWD"-Variante auf einen Heckantrieb. Letztere kostet laut Konfigurator 55.000 Euro und unterscheidet sich vom Basismodell unter anderem durch eine höhere Reichweite: 540 Kilometer sollt ihr mit einer Akkuladung zurücklegen können. Darüber hinaus schafft es den Spurt auf 100 Kilometer in 5,8 Sekunden und fährt maximal 209 km/h.

Die beiden weiteren Versionen bieten einen Allrad-Antrieb: Das Tesla Model Y "Long Range AWD" (59.000 Euro) erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 217 km/h (0 auf 100 in 5,1 Sekunden), hat aber eine etwas geringe Reichweite als seine Heckantrieb-Variante. Nach 505 Kilometern ohne Aufladen soll es zum Stehen kommen. Grund dafür ist wohl das zusätzliche Gewicht, das der Allradantrieb mitbringt. Beide "Long Range"-Modelle wiegen zudem mehr als ihre Model-3-Pendants und sind weniger aerodynamisch; entsprechend fällt die Reichweite geringer aus.

Für 67.000 Euro erhaltet ihr das Tesla Model Y "Performance", die sportlichste der vier Varianten: Sie schafft den Spurt auf 100 km/h in 3,7 Sekunden und beschleunigt bis auf 241 km/h. Dadurch fällt aber auch der Verbrauch höher aus. Eine Ladung reicht für 480 Kilometer. Die gegenüber dem Basismodell höhere Reichweite ist durch den stärkeren Akku bedingt.


Weitere Artikel zum Thema
Kommt das Apple Car doch noch? Apple stellt Tesla-Inge­nieur ein
Francis Lido
Ein Apple Car scheint noch in weiter Ferne – CarPlay bringt schon jetzt Apple-Feeling in euer Auto
Die Verpflichtung eines Top-Ingenieurs soll das Apple Car wahrscheinlicher machen. Er ist einer von vielen früheren Tesla-Mitarbeitern bei Apple.
Teslas Auto­pi­lot warnt bald vor roten Ampeln
Michael Keller
Ein Warnlicht soll euch in Tesla-Autos (hier Model 3) auf rote Ampeln hinweisen
Warnung vor roten Ampeln: In einem Tesla erhaltet ihr künftig einen Hinweis, wenn ihr die Steuerung des Wagens wieder übernehmen solltet.
Tesla ändert Stra­te­gie: Teurere Autos statt geschlos­se­ner Läden
Michael Keller
Das günstige Tesla Model 3 soll nicht teurer werden
Tesla will die Schließung von Läden verhindern. Deshalb sollen die Autos des Herstellers teurer werden – mit einer Ausnahme.