The Dash: Der Fitness-Gesundheits-MP3-Headset-Kopfhörer

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The Dash ist ein Computer im Ohr
The Dash ist ein Computer im Ohr

The Dash ist dabei, neue Rekorde bei Kickstarter aufzustellen. CURVED hat sich mit Nikolaj Hviid, dem Erfinder des interaktiven Kopfhörers und Gründer von Bragi, über die die Besonderheiten von Ohren, den Weg zu fertigen Ohrstöpseln und Patente von Apple unterhalten.

Die Idee hinter The Dash

Die Menschen sind durch ihr Handy nicht nur, aber auch, zu sehr von ihrer Umwelt distanziert, meint Nikolaj Hviid. Diese Distanz will er mit The Dash überbrücken. Die intelligenten Kopfhörer sollen dabei helfen wieder auf den eigenen Körper zu hören und mehr Körpergefühl zu erlangen.

Aber sie sollen nicht nur helfen, sondern auch unterhalten. Deswegen messen die Ohrstöpsel nicht nur Bewegungs- und Vitalitätsdaten, sondern sorgen mit einem eingebauten MP3-Player für Unterhaltung. Zusammen mit dem Smartphone fungieren sie außerdem als Bluetooth-Headset, inklusive eines Mikrofons, das die Vibrationen der Schädelknochen in Sprache umwandelt.

Der Weg zur "perfekten Synthese aus Ergonomie und Technik"

Hviid meint, dass die Ohren perfekte Sinnesorgane sind und alles erfassen können. Sie nehmen Geräusche nicht nur wahr, sondern erkennen auch, aus welcher Richtung sie kommen und wie weit ihre Quelle entfernt ist. Die Augen nehmen dagegen nur Dinge wahr, die sich in ihrem Blickfeld befinden. Deswegen seien die Ohren der perfekte Ort für einen kleinen Computer wie The Dash, der auf seinen Träger aufpasst und ihn unterhält. Die Ohrstöpsel verfügen sowohl über eine "Noise Cancelling"-Funktion, die für komplette Stille sorgt, als auch über "Audio Transparency", das zum Beispiel im Straßenverkehr dafür sorgt, dass die Umgebung zu hören.

"Ohne einen 3D-Drucker hätten wir The Dash nie entwickeln können," berichtet Nikolaj Hviid. Inzwischen ist er sich sicher, die "perfekte Synthese aus Ergonomie und Technik" gefunden zu haben. Insgesamt haben er und sein Team mehrere hundert Prototypen ausgedruckt, bis sie eine Form für ihren Kopfhörer gefunden haben, die in 94 Prozent der Ohren passt. Dabei lässt er sich mit Silikon-Aufsätzen in drei verschiedenen Größen anpassen und steckt nicht so tief im Ohr, wie In-Ear-Modelle.

"The Dash sitzt in 94 Prozent der Ohren angenehm"

Die Entwicklung der Technik erfolge noch im großen Maßstab, aber die spätere Miniaturisierung sei kein Problem. Im Juni will das Team von Bragi den ersten voll funktionsfähigen Prototyp zusammenbauen. Läuft dieser zufriedenstellend, startet die Massenproduktion. Die ersten Dashs sollen im November bei den Early-Bird-Backern ankommen. Hviid zufolge enthält der Zeitplan einige Puffer, so dass kleinere Verzögerungen aufgefangen werden können.

Ein Team von Experten ohne Furcht vor Apple

Nikolaj Hviid kann auf eine jahrelange Erfahrung in der Produktentwicklung bei Designit in München sowie als Head of Design bei Harman, der Firma hinter Marken wie JBL oder Harman Kardon, zurückblicken. Seit Dezember 2012 arbeitet er Vollzeit an The Dash. Unterstützung erhält er von einem Team aus etwa 15 Freunden und Freunden von Freunden. Unter ihnen befinden Experten wie Josef Scheider, der ehemalige Chef-Akustiker des Kopfhörerherstellers AKG sowie Software-Entwickler, Produkt-Designer und Elektro-Ingenieure, die bereits für so namhafte Unternehmen wie Intel oder Infinion gearbeitet haben.

Kurz nach dem Beginn der Kickstarter-Phase von The Dash kursierte ein Apple-Patent, das ebenfalls einen Kopfhörer mit Sensoren beschrieb. Sorgen macht sich Hviid, der das 2009 erteilte Patent schon vorher kannte, aber nicht: "Apple beschreibt einen mit Sensoren bestückten Kopfhörer, der über ein Kabel die Messdaten weiter reicht. The Dash ist dagegen ein kleiner Computer, der komplett im Ohr sitzt.

Hviid und sein Team waren von ihrem Konzept überzeugt. Hätten sie nicht daran geglaubt, hätten sie weder so viel Zeit noch so viel eigenes Geld in das Projekt investiert. Sie fühlen sich durch die starke Resonanz bei Kickstarter bestätigt. 39 Tage vor Ende der Finanzierungsphase schätzt kicktraq.com, dass sie statt der mindestens benötigten 260.000 Dollar etwas mehr als neun Millionen Dollar einnehmen werden.


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