The Unfinished Swan – faszinierendes Abenteuer in einer ungewöhnlichen Spielwelt

Es ist skurril und faszinierend, mystisch und atemberaubend, unwirklich und fesselnd – The Unfinished Swan ist wohl das außergewöhnlichste Indie-Spiel des Jahres. Das Game ist jetzt exklusiv für die PlayStation 3 erschienen und kann über das PlayStation Network heruntergeladen werden.

Künstlerisch wertvoll statt realistisch

Statt ultra-realistischer Grafik setzen die Entwickler von The Unfinished Swan auf eine Spielwelt, die man entweder völlig abstoßend findet oder die einen sofort wie magisch in ihren Bann zieht. Diese märchenhafte Spielwelt ist so völlig anders gestaltet wie man es von anderen aktuellen Titeln wie Dragon Age 3, Far Cry 3, Battlefield oder Assassin's Creed 3 kennt. Es geht nicht darum eine realistische Welt abzubilden, sondern den Spieler in eine Phantasiewelt zu entführen. Und dabei wird auch viel Wert auf Ästhetik und künstlerischen Anspruch gelegt.

Außergewöhnliches Spielprinzip

Und so ungewöhnlich wie die Spielwelt ist auch das Spielprinzip. Jeder der drei Levels folgt dabei anderen Kriterien. Während man sich in Level 1 noch (entfernt) an einen Ego-Shooter erinnert fühlt, rücken in den weiteren Leveln ganz andere Elemente in den Mittelpunkt. Wer jetzt allerdings denkt, The Unfinished Swan sei ein brutales Spiel, bei dem es um Mord und Totschlag geht, der irrt.

The Unfinished Swan - außergewöhnliches Spiele-Abenteuer (Bild: Sony)

Farbe als Waffe

Als „Waffe“ oder besser gesagt: als Hilfsmittel stehen dem Spieler Farbbälle zur Verfügung. Denn am Anfang von The Unfinished Swan findet man sich in einem weißen Nichts wieder. Keinerlei Orientierungspunkte verraten dem Spieler seinen aktuellen Aufenthaltsort – und die Entwickler verkneifen sich auch Anweisungen, wie man vorgehen muss. So tappt man also zunächst völlig im Dunkeln, Verzeihung: im Hellen, wie man vorgehen muss.

Selbstfindungstrip auf höchstem Niveau

In The Unfinished Swan schlüpft man in die Rolle des kleinen Waisenjungen Monroe, der eines Nachts aufwacht und feststellen muss, dass aus dem Bild „The Unfinished Swan“, das seine verstorbene Mutter gemalt hat, der Schwan verschwunden ist. Also macht sich der Spieler in der Rolle von Monroe auf die Suche nach dem Schwan, die ihn in eine phantasievolle Spielwelt führt.

Statt Waffen hat man einen Pinsel in der Hand, mit dem man Farbkleckse in die Welt setzen darf, um im Spiel voranzukommen. Dieses neue Spielprinzip macht auch den Charme von The Unfinished Swan aus – und alleine deswegen lohnt sich ein Blick auf das Spiel. Die Rätsel, die man lösen muss, um den Schwan zu finden, sind nicht übertrieben einfach, aber auch nicht so schwierig, dass man frustriert den Controller zur Seite legt. The Unfinished Swan ist damit sicherlich ein Spiel für alle Generationen – für diejenigen, die sonst eine ganz andere Art von Spiel zocken genauso wie für PlayStation Neulinge, die sonst einen großen Bogen darum machen. Und es ist eine tolle Beschäftigung für lange Winterabende, von denen ja sicherlich so einige vor uns liegen.