TikTok steht vor dem Verkauf: Das will Microsoft ändern

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TikTok: Bald unter dem Dach von Microsoft?
TikTok: Bald unter dem Dach von Microsoft?(© 2019 ByteDance)

TikTok ist eine der beliebtesten Social-Media-Apps der Welt – vor allem bei jüngeren Nutzern. Microsoft steht offenbar kurz davor, den Dienst zu kaufen. Und das, obwohl Donald Trump TikTok den USA verbieten lassen möchte.

Gerüchte zu einer Übernahme gab es schon seit längerem. Über einen Blog-Post hat Microsoft sein Vorhaben nun auch offiziell gemacht. Man werde die Verhandlungen fortführen, heißt es dort. Spätestens am 15. September 2020 wolle man einige Einigung mit dem aktuellen TikTok-Inhaber ByteDance erzielen. Allerdings gehe es aktuell nur um die Märkte USA, Kanada, Australien und Neuseeland. In Deutschland würde Microsoft das Ruder demnach nicht übernehmen.

TikTok: Sicherer und transparenter?

"In diesen Ländern" seien strukturelle Änderungen an TikTok geplant. Das von vielen liebgewonnene Nutzererlebnis solle erhalten bleiben. Verbessern würden sich die Sicherheit und der Datenschutz. Beide Bereiche gelten aktuell als problematisch. Sicherheitsbedenken sind – zumindest offiziell – der Grund, aus dem Donald Trump die App in den USA verbieten möchte.

Microsoft kündigt an, den Dienst transparenter zu machen und von den jeweiligen Landesregierungen kontrollieren zu lassen, das TikTok sicher ist. Daten amerikanischer TikTok-Nutzer sollen nur noch in den USA gespeichert werden. Aktuell im Ausland gesicherte Daten werde Microsoft ins Inland übertragen.

Dafür, dass die genannten Maßnahmen auch in Deutschland erfolgen würden, gibt es bislang keine Anzeichen.

Donald Trump redet mit

Im Netz vermutete manch einer, Microsoft würde Donald Trump mit seinem Deal einen Strich durch die Rechnung machen und ein TikTok-Verbot verhindern. Wie aus dem Blog-Beitrag hervorgeht, ist das Weiße Hause in die Gespräche zumindest involviert: Donald Trump und Microsoft-CEO Satya Nadella haben über den TikTok-Deal gesprochen.

Eine Microsoft-Übernahme würde wohl den chinesischen Einfluss in den USA verringern. Dass der weniger erwünscht ist denn je, bekommt seit einiger Zeit bekanntlich auch Huawei zu spüren. TikTok dürfte dem US-Präsidenten aber noch aus einem anderen Grund ein Dorn im Auge sein: Nutzer des Dienstes haben vor Kurzem eine seiner Wahlkampfveranstaltungen sabotiert.


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