Tinder: Mehr Matches dank Corona?

Tinder hat Hochkonjunktur
Tinder hat Hochkonjunktur(© 2014 Tinder, CURVED Montage)

Kein Clubs, keine Partys, keine engen Bars – Singles haben es in Corona-Zeiten schwer, auf klassischem Weg neue Bekanntschaften zu machen. Tinder ist für viele wohl gerade in der aktuellen Krise die perfekte Lösung. CEO Elie Seidman verrät, was sich verändert hat.

Der Tinder-Chef äußerte sich im Interview mit The Verge dazu, wie Corona das Dating-Verhalten beeinflusst hat. Unter anderem sei ihm ein großer Zuwachs an Frauen zwischen 18 und 30 Jahren aufgefallen. Unklar ist, ob er damit komplett neue Nutzerinnen meint oder diese Personengruppe nun einfach häufiger in der Dating-App aktiv ist.

Tinder-Chancen so gut wie nie

Das sogenannte Engagement habe jedenfalls generell zugenommen. Das bedeutet: Die Nutzer beschäftigen sich intensiver mit Tinder. Es kämen nicht nur "viel mehr Unterhaltungen" über die Dating-App zustande. Sie dauerten im Durchschnitt auch länger. Die Chancen auf ein Match und ein anschließendes Date stehen also vielleicht so gut wie noch nie.

Zu Beginn der Corona-Krise sei zwar eine deutliche Zurückhaltung feststellbar gewesen. Doch das Verlangen nach Dates sei ziemlich schnell wieder zurückkehrt. Gerade auch in Deutschland: Dass die Pandemie bei uns so gut im Griff ist wie in kaum einem anderen Land, spiegele sich in den Daten deutlich wider. Die Corona-Schlagzeilen in den Nachrichten korrelierten mit dem Tinder-Trend, so Seidman.

Kommt nach Corona die Tinder-Flaute?

Warum tindern die Nutzer in der Corona-Krise mehr? Auch darauf hat Seidman eine Antwort parat: Die Leute wollten einfach Kontakt zu anderen. Gerade Alleinlebende sehnten sich nach der vorübergehenden Isolation mehr danach als zuvor – eigentlich logisch.  Bedeutet das im Umkehrschluss auch, dass nach der Pandemie weniger Tinder-Matches zustande kommen beziehungsweise generell weniger in der App los ist?

"Schwer zu sagen", meint Seidmann. Die ganzen Real-Life-Aktivitäten, die mit Tinder zusammenhängen, würden dann natürlich einfacher. Von daher könne es schon sein, dass sich das Dating wieder mehr aus der App ins echte Leben verlagere. Anderseits: Bis ihr wieder durch Clubs ziehen oder auf Partys gehen könnt, dauert es wohl noch eine Weile. Bis dahin habt ihr mit Tinder offenbar eine enorm erfolgversprechende Alternative.


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