Tipp: SwiftKey 4 mit neuer Swift Key Flow Technik

Kollege Max hat uns SwiftKey vor geraumer Zeit bereits kurz vorgestellt. Für ihn als alten Windows Phone-Nutzer war das austauschen der Systemtastatur eine ganz neue Erfahrung. Ich als eingefleischter Android-Nutzer kann da nur müde lächeln und wundere mich trotzdem, wie viele meiner Freunde und Bekannten von dieser sehr nützlichen Art der Personalisierung keinen Gebrauch machen.

Ich habe in den letzten drei Jahren eine ganze Reihe an Android-Geräten nutzen dürfen und muss mich zu dem noch als App-Junkie outen. Es vergeht keine Woche in der ich nicht irgendetwas Neues ausprobieren möchte mit dem Smartphone.

Wer dieser Sucht einmal verfallen ist, der kämpft sich durch verschiedene Kategorien von Apps und landet früher oder später auch bei den alternativen Tastaturen - und dann zwangsweise bei SwiftKey!

Was macht SwiftKey zu einer der beliebtesten Android Tastaturen überhaupt?

SwiftKey hat sich einen Namen gemacht mit ihren äußerst hilfreichen „Next Word Prediction“, also der Vorhersage des nächsten Wortes. Das muss ich ganz klar abgrenzen von der bekannten automatischen Vervollständigung oder automatischen Rechtschreibkorrektur.

Betrachten wir die drei Stufen der Tipphilfe mal kurz in aufsteigender Reihenfolge.

  1. Rechtschreibkorrektur: Relativ simpel, ihr dreht mal irgendwo einen Buchstaben oder vergesst selbigen komplett und die Tastatur retten ein „Halo“ oder „Halko" zu „Hallo“.
  2. Vervollständigung: Ihr beginnt ein Wort und die Tastatur bietet euch in einer extra Leiste darüber direkt Ideen an, was ihr wohl schreiben wollt. Ein drücken auf diesen Vorschlag oder auf die Leertaste und das Wort wird direkt eingefügt. Habt ihr zum Beispiel erst „Hal“ getippt wird euch direkt „Hallo“ angeboten.
  3. Vorhersage des nächsten Wortes: Aus eurem Schreibstil und eventuell schon bestehenden Satzanfängen errät die Tastatur, was ihr wohl als nächstes sagen wollt und bietet Vorschläge an, ohne das nur ein einziger Buchstabe getippt wurde. So steht das Wort „Hallo“ eventuell direkt immer als erster Vorschlag für einen neue SMS bereit oder auf die Eingaben von „Guten“ folgt direkt der Vorschlag „Tag“ oder „Morgen“.

Genug der Erläuterung, zurück zu meiner Erklärung. SwiftKey beherrscht selbstverständlich die Punkte 1 und 2 problemlos, ist aber ganz klarer Vorreiter für den dritten Punkt im Android-Bereich.

Damit SwiftKey bestens Bescheid weiß, wird es kontinuierlich aus euren Eingaben lernen. Auf Wunsch könnt ihr auch direkt nach der Installation all eure vorhandenen SMS einlernen lassen, sowie euren Facebook-, Twitter- oder Google Mail-Account.

Tipps für den Alltag mit SwiftKey

Prüft die Optionen und lernt die Feinheiten. SwiftKey kann unterschiedlich umgehen mit dem Setzen von Leer- und Satzzeichen. Wenn man es einmal gewöhnt ist, dann kann man nicht mehr ohne diese Art des Tippens arbeiten. Meine wirre Eingabe wird bei drücken des Kommas direkt durch den aktuellen Vorschlag ersetzt, SwiftKey setzt das Komma und direkt ein Leerzeichen zum Weiterschreiben.

Ob hier nun jeweils nur das Wort vervollständigt wird oder ein Vorschlag genommen wird, könnt ihr optional wählen.

Auch das Layout kann in der Größe variiert werden. Zudem lassen sich auf Wunsch noch zusätzliche Pfeiltasten einblenden.

Um die unterschiedlichen Größen oder verschiedene Layouts zu demonstrieren habe ich ein paar Screenshots eingefügt.

Split Layout vs. Standard Tastatur Layout

Im Vergleich noch das Split Layout auf einem 10 Zoll Tablet

SwiftKey Flow – Was ist neu?

Womit SwiftKey berühmt geworden ist, das habe ich euch bereits erklärt. Jetzt kommen wir mal zu der entscheidenden Neuerung.

Inzwischen sollten es viele von euch kennen, sei es von Swype oder der neuen Tastatur aus Android 4.2. Die Rede ist von der Wisch-Eingabe, also dem tippen ohne anheben der Finger. Man wischt einfach von einem Buchstaben zum nächsten bis das Wort fertig ist, und die Tastatur erkennt auf magische Weise, was wohl gemeint war.

Es sei angemerkt, dass man bei SwiftKey einfach jederzeit wechseln kann. Sprich ihr könnt ein Wort mit tippen beginnen und dann ins wischen übergehen. Auch während dem Wischen wird euch kontinuierlich ein Wortvorschlag ermittelt, den ihr jederzeit durch heben des Fingers annehmen könnt.

Was SwiftKey Flow allerdings zusätzlich beherrscht und mir so von keinem anderen Anbieter her bekannt wäre, ist die „Flow through Space“ Technik. Hierbei geht es nicht um den Weltraum, sondern die Möglichkeit ganze Sätze in einem Wisch zu erledigen. Hierzu wird statt dem anheben des Fingers einfach nach jedem Wort über die Leertaste gefahren. SwiftKey bröselt euch dann die Wischkette in einzelne Wörter auf und ein ganzer Satz entsteht.

Ich bin selbst noch in der Findungsphase und probiere immer mal wieder Tippen, Wischen und kontinuierliches Wischen aus. Es funktioniert überraschend und unfassbar gut, jedoch auch noch nicht zu 100 %. Und das korrigieren der falsch erkannten Wörter mitten im Satz braucht ja auch seine Zeit.

Andererseits habe ich den Beta-Test von SwiftKey Flow mitgemacht und bin begeistert wie groß die Fortschritte in verhältnismäßig kurzer Zeit doch sind.

SwiftKey – Welche Versionen gibt es?

SwiftKey steht in vier Versionen bereit, jeweils einer kostenlosen (zeitlich befristeten) Testversion, sowie der Vollversion für einerseits Smartphones und andererseits Tablets bereit.

Ich habe schon vor langer Zeit beide Vollversionen erworben und bereue dies kein bisschen. Aktuell  liegt der Preis bei 1,99€, was 50 % des üblichen Preises entspricht. Allerdings gibt es auch immer mal wieder Sale-Aktionen, also niemals aus dem Auge lassen falls ihr euch jetzt nicht durchringen könnt.

Links für den PlayStore:

SwiftKey für Smartphones, Vollversion
SwiftKey für Smartphones , Testversion
SwiftKey für Tablets, Vollversion
SwiftKey für Tablets, Testversion