Top 5 iPhone-Apps: Praktische Helfer für unterwegs

Her damit !11
Apples App Store: Deutsche installieren immer weniger Apps
Apples App Store: Deutsche installieren immer weniger Apps(© 2014 CURVED)

Dinge einfacher, schneller und bequemer erledigen: Mit unseren Top 5-Apps aus der Rubrik Produktivität wird das iPhone zum unschlagbaren Alltagshelfer. Sei es beim Handy-Porto, sicheren Passwörtern oder dem Faxversand eines Papierformulars. Selbst auf die Frage: „Wie hieß der leckere Wein auf der Party?“ weiß eine App die Antwort.
Das iPhone ist ein praktischer Helfer im Alltag. Mit unseren fünf Top-Apps aus der Rubrik Produktivität nutzen Sie das Smartphone noch effektiver.

1Password – Nur noch ein Passwort

Bei 1Password ist derName Programm, Ihr merkt Euch nur noch das Master-Passwort zum Öffnen der App. Die Software des kanadischen Unternehmens Agile Bits hat sich zu einer der beliebtesten Sicherheits­lösungen für Kennwörter entwickelt. Schließlich gibt es die Software als Universal App für iPhone und iPad (15,99 €), für Windows-Rechner, den Mac (44,99 Euro) als auch für Android-Geräte. Egal welche und wie viele Geräte Ihr nutzt, Ihr könnt Eure Passwörter mit nur einer Anwendung sicher verwalten.

Nur noch ein Passwort für alle Passwörter mit 1Password.

Sämtliche Passwörter immer und überall

Es gibt sicherlich günstigere Passwort-Safes, doch in diesem Fall punktet der Datenabgleich. Angenommen Ihr sichert über das Browser-Add-on von 1Password einen neuen Benutzernamen sowie ein Kennwort an Eurem Desktop-Rechner. Am gleichen Abend wollte Ihr das Online-Konto unterwegs auf dem iPhone nutzen, könnt Euch aber nicht mehr an das unaussprechbare Passwort mit Ziffern, Sonderzeichen und Großbuchstaben erinnern. Hier hilft die Synchronisation aller Einträge über die iCloud oder die Dropbox. Wer Cloud-Speicher-Anbieter umgehen möchte, kann iPhone und Computer im selben WLAN anmelden bzw. über die iTunes Dateifreigabe die Einträge abgleichen. Somit habt Ihr unterwegs sämtliche Passwörter dabei. Bei neuen Online-Konten schlägt die App sichere Passwörter vor, denn nichts ist schlimmer, als immer  dasselbe Passwort zu verwenden. Die App verfügt auch über einen Browser, so dass passwortgeschützte Online-Dienste direkt in 1Password geöffnet werden können.

Vorlagen für Ausweise

Die gespeicherten Zugangsdaten sind wahlweise alphabetisch, nach Favoriten oder Kategorien geordnet. Letzteres können Kreditkarten, Logins oder Identitäten sein. Formatvorlagen für Führerschein, Personalausweis, iTunes, Amazon, Bankkonten, Kreditkarten, Softwarelizenzen und Datenbanken erleichtern die Dateneingabe. Besonders sensible Konten könnt Ihr nochmals innerhalb der App durch das Master-Passwort schützen.

Note: 7,5

Evernote – Nichts mehr vergessen

Evernote ist als simple Notiz-App gestartet. Als Symbol dient ein Elefanten-Kopf, damit war klar: Die App vergisst nichts. Inzwischen ist aus Evernote ein unübersichtlicher Kollaborations-Merk-Aufgaben-Erinnerungs-Kosmos geworden. Es gibt Kooperationen mit dem Post-it-Hersteller 3M und dem Notizbuch-Anbieter Moleskine, um die Brücke in die analoge Welt zu schlagen. Der US-Anbieter hat in seiner App einen eigenen Market integriert. Das dortige Angebot reicht vom kostenpflichtigen Premium-Konto über Stifte und Taschen bis zu Spin-Off-Apps. Neben der eigentlichen Merk-App gibt es Evernote Food. Hier verwalten Sie Restauranterlebnisse und eigene Rezepte. Mit Skitch verschicken Sie persönliche Anmerkungen und Markierungen in iPhone-Fotos oder Kartenausschnitten. Evernote Hello bietet eine Adressverwaltung mit individuellen Notizen zu jedem Eintrag.

Evernote: Eine Notiz-App, die nichts vergisst.

Fundstücke sammeln

Jeder kennt die Situation, dass man über interessante Links oder Artikel im Internet stolpert, aber aktuell keine Zeit für die Lektüre hat. Genau hierfür eignet sich eine Basisfunktion von Evernote. Auf dem iPhone (via Bookmarklets) oder auf dem Desktop-Browser speichert Ihr die Webadressen oder Ausschnitte aus Webseiten für später. Jedes Lesezeichen lässt sich mit Schlagworten versehen oder in eigene Notizbücher wie beispielsweise Hobby, Beruf oder Verein ablegen. Die App eignet sich aber auch für To-do-Listen und Erinnerungen, die nicht nur aus Text bestehen müssen. Lasst Euch per Sprachaufnahme, Fotos oder Video an eine Aufgabe erinnern.

Texterkennung

Wirklich herausragend ist die automatisch Texterkennung in Fotos. Angenommen, der chilenische Rotwein hat Euch bei der Feier eines Freundes besonders gut geschmeckt und Ihr wollt ihn später selber kaufen. Macht ein Foto vom Flaschenetikett mit Evernote. Die App speichert nicht nur den Ort der Aufnahme, sondern verwendet auch automatisch ein Texterkennung für das Foto. Wenn Ihr später nach „Chile“ sucht und das Wort auf dem Etikett auftaucht, zeigt Evernote das Fundstück direkt an. Somit habt Ihr den vollständigen Namen des Weines samt Weingut vor Augen, wenn Ihr am Weinregal im Supermarkt steht.

Note: 6,5

Dropbox – Rasantes Tempo

Cloud-Speicher-Anbieter gibt es viele, aber keiner begeistert aufgrund seines Tempos so sehr wie die Dropbox. Kaum hat man die Dokumente von der Festplatte des Notebooks in die Dropbox geschoben, tauchen Sie bereits in der iPhone-App auf – egal wie groß die Dateien sind. Auch wenn der Upload noch im Hintergrund laufen mag, für den Nutzer sind Dateiname und –icon bereits sichtbar. Texte, Tabellen, Fotos und Videos kann man zwar nicht auf dem iPhone bearbeiten, aber anschauen bzw. wiedergeben. Wer Apples Fotostream nicht einsetzt, kann den automatischen Upload der iPhone-Fotos in der Dropbox verwenden. Dann wird es allerdings bei den kostenfreien zwei Gigabyte (GB) Speicherplatz schnell eng. Das Volumen könnt Ihr durch Empfehlungen erweitern oder für 99 Dollar pro Jahr auf 100 GB aufstocken.

Dropbox: Cloud-Speicher für schnelles Geräte-übergreifendes Arbeiten und Teilen.

Sicherungskopie

Im Alltag dient die Dropbox unterschiedlichen Zwecken: Sie ist eine Sicherungskopie sämtlicher Daten außerhalb der eigenen vier Wände (gut bei Zerstörung oder Diebstahl Eurer Geräte), sie erleichtert die Arbeit in Gruppen (Links zu Dateien verschicken, die zu groß für den Mailanhang sind, gemeinsamer Dateizugriff) und ermöglicht Menschen, die an unterschiedlichen Orten bzw. Geräten arbeiten, einen Zugriff auf ihre Dateien. Mit entsprechender Software für Mac-, Windows- und Linux-Rechner wird die Dropbox zu einem externen Laufwerk im Dateimanager. Eine Anmeldung im Browser kann auf Wunsch in zwei Stufen erfolgen. Nach der Passworteingabe wird noch ein Sicherheits-Code per SMS geschickt. Die Übertragung der Daten in die Dropbox erfolgt gesichert per Secure Sockets Layer (SSL) und unlesbar per AES-256-Bit-Verschlüsselung.

Zusatz-Verschlüsselung

Dennoch sind Anbieter von Cloud-Speicher mit Server-Standort USA durch Edward Snowdens Enthüllungen in die Kritik geraten. Jetzt hat der Nutzer die Wahl: Ganz auf Cloud-Dienste verzichten oder nur Anbieter mit vertrauenswürdigem Serverstandort wählen? Die dritte Alternative ist eine Verschlüsselungs-App wie beispielsweise Boxcriptor. Das Programm von Secomba, einem Start-up aus Augsburg, verschlüsselt alle Dateien, bevor sie zu Box, Dropbox, Google Drive oder Sky Drive in die Wolke hochgeladen werden.

Note: 8,5

Post Mobil – Briefmarke zur Hand

Die Post-App in einer Top 5-Liste? Euer Naserümpfen kann man bis in die Redaktion spüren. Steht die Deutsche Post/DHL doch für Schlange stehen in Filialen, Portoerhöhungen und Paketboten, die ohne zu klingeln, Benachrichtigungen in Briefkästen werfen. Doch egal wie digital Euer Leben bereits ist, ganz ohne Post und Paketboten kommt keiner aus. Irgendwann braucht man dringend eine Briefmarke, einen Briefkasten, der noch heute geleert wird oder will wissen, wo das DHL-Paket steckt. Genau für diese Zwecke ist Post Mobil die passende App.

Egal wie digital Euer Leben bereits ist, ganz ohne Post und Paketboten kommt keiner aus.

Per Augmented Reality nach Briefkästen suchen

Neben einer Postleitzahlensuche und einem Portokalkulator findet die App die nächstgelegen Filiale, Geldautomaten, Filialen und Packstationen mit entsprechenden Öffnung- bzw. Leerungszeiten. Auf Wunsch werden die Standorte auch als Augmented Reality-Info in das Kamera-Bild des iPhones eingeblendet. Wer die entsprechende Sendungsnummer zur Hand hat, kann einen Brief als auch ein DHL-Paket verfolgen. Wer die stets gleichlange Schlange in der Filiale meiden möchte, stellt einen Nachsendeantrag für die neue Wohnung via App. Ein Link zum leidlich populären E-Post-Brief ist ebenso enthalten wie ein Link zur Funcard. Damit gestaltet Ihr aus iPhone-Fotos individuelle Postkarten mit eigenem Text, die als hochwertiger Farbdruck auf Papier beim Empfänger im Briefkasten landen (national 1,90 €/ international 2,10 €).

Handyporto

Der größte Vorteil der App ist allerdings das Handyporto. Für Notfälle oder absolute Filial-Aversion kauft Ihr eine „Briefmarke“ für Brief oder Postkarte per App. Dazu schickt Ihr eine SMS an die Post, dafür fallen je nach Handyvertrag zusätzliche Gebühren an. Als Antwort erhaltet Ihr eine 12-stellige Zahl. Die wird in drei Zeilen à vier Zahlen anstelle der Briefmarke auf den Umschlag oder die Postkarte geschrieben. Eine tolle Alternative zum Automaten oder der Filiale, die allerdings ihren Preis hat. Der Standardbrief kostet 1,00 € statt 0,60 € und die Postkarte 0,85 € statt  0,45€.

Note: 7,5

Scanner Pro – Das iPhone zum vollwertigen Scanner machen

Einen Flachbettscanner überall mit hinzunehmen wäre schon extrem verrückt. Aber mit dem iPhone habt Ihr eigentlich einen vollwertigen Scanner in der Hand. Es fehlt nur die App Scanner Pro von Readdle (2,69 €). Nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen App von iTech Development aus der Rubrik Wirtschaft für 5,49 €.

 

ScannerPro: Der Flachbettscanner für unterwegs.

Als Fax verschicken

Ideenskizzen, Besprechungs-Protokolle, Textdokumente oder Zeitungsartikel, mit der App fotografiert und scannt Ihr sämtliche Dokumente auf Papier. Auch bereits vorhandene Aufnahmen aus dem Foto-Album kann die Scanner-App verarbeiten. Ist die Aufnahme leicht schräg, gleicht Ihr das über die Rahmenlinien aus. Das erfasste Dokument könnte Ihr ausdrucken, an eine Mail hängen oder via WLAN per Browserzugriff auf einen Desktop-Rechner übertragen. Eine automatische Sicherungskopie könnte Ihr auf einen Server hochladen. Das können die iCloud, Dropbox, Evernote, Google Drive oder ein eigener WebDav-Server sein. Über den In-App-Kauf ist auch ein Fax-Versand möglich (0,89 €). Das ist praktisch, wenn man ein Antwort-Formular per Fax verschicken soll, aber kein Faxgerät mehr zur Hand ist.

Texterkennung über Umwege

Die Scans könnt Ihr natürlich auch lokal im iPhone behalten. Dafür lassen sich in der App Ordner anlegen. Über den „Öffnen in...“-Knopf  übergebt Ihr Dokumente an andere iPhone-Apps zur Weiterbearbeitung.  Die App bietet keine Texterkennung (OCR), doch könnte Ihr das über den Google Drive lösen. Der Speicherdienst bietet eine Erkennung von gedruckter Schrift, die in den Drive-Einstellungen aktiviert sein muss. Beim Hochladen aus der App muss ein Häkchen bei „Google-OCR benutzen“ gesetzt sein. Obwohl im Test das Schriftbild eines Magazinartikels einwandfrei war, hatte der erkannte Text viele Fehler – zu viele, um ihn für eine Weiterbearbeitung zu verwenden. Wer auf der Suche nach einer automatischen Übernahme der Kontaktdaten von Visitenkarten ist, dem empfehle ich den Abbyy Business Card Reader (4,49 €). Die App besticht  durch eine hohe Erkennungsrate und sortiert Name, Telefonnummern und (Mail-)Adressen direkt in das richtige Feld der Kontakte-App.

Note: 6,5


Weitere Artikel zum Thema
iPhone 8: Kompo­nen­ten für die OLED-Version sollen schon herge­stellt werden
Guido Karsten
Es ist unklar, wie Apple das flexible OLED-Display in seinem iPhone 8 einsetzen wird
Das OLED-Display des iPhone 8 soll Apples Ingenieuren ein neues Design ermöglichen. Gerüchten zufolge sind erste Exemplare bereits in Arbeit.
iCloud: So werdet Ihr den nervi­gen Kalen­der-Spam auf iPhone und Macbook los
Marco Engelien
Die Lösung für den Kalender-Spam liegt in der iCloud.
In den vergangenen Wochen haben iCloud-Nutzer Spam in Form von Kalender-Einladungen erhalten. Wir zeigen Euch, wie Ihr das Problem beheben könnt.
Samsung Galaxy A5 und Co sollen Edge-Displays erhal­ten
Guido Karsten
Das Galaxy A5 (2016) besitzt noch ein starres AMOLED-Display ohne Biegungen
Samsung soll in Zukunft noch mehr auf OLED-Bildschirme setzen als bisher. Gerade Mittelklasse-Geräte wie das Galaxy A5 sollen davon profitieren.