TouchPad-„Verlosung“ löst Proteststurm aus

Dieser Schuss ging voll nach hinten los! Der Online-Händler notebooksbilliger.de hatte angekündigt, dass 1.300 der eigentlich vergriffenen HP Touchpads über den Shop für €129,- zu haben seien. Wer eines haben wollte, sollte jedoch schnell sein und vor allem eins: Fan von notebooksbilliger.de auf Facebook werden. Die schnellsten Interessenten sollten die 1.300 Geräte kaufen können. Einen Startzeitpunkt der Aktion nannte notebooksbilliger.de nicht.

Als es dann endlich losging, ging ganz schnell auch gar nichts mehr. Denn der Ansturm auf die Tablets, deren Produktion HP eingestellt hat, war so groß, dass die Server in die Knie gingen. „Wir haben mit gewaltigem Interesse gerechnet, aber diese Masse an Zugriffen, diesem gewaltigen Ansturm hält kaum ein Server stand, egal welche Kapazitäten zur Verfügung gestellt werden“, heißt es im Blog von notebooksbilliger.de.

„Die Anzahl der Anfragen pro Sekunde auf den Servern macht es den interessierten Kunden quasi unmöglich, eines der begehrten Geräte zu bekommen.“Der Online-Händler ruderte zurück und brach die Aktion ab. Dafür wurde ein Vorschlag aufgegriffen, der laut notebooksbiller.de aus den Reihen der Facebook-Fans kam: Das Recht, ein TouchPad zu kaufen, sollte verlost werden. Doch das löste eine Welle wilden Protests auf Facebook auf, viele User waren extrem verärgert.

Am Dienstag, 6. September 2011 um 20 Uhr startete die Verlosung. Wer teilnehmen möchte, hat jetzt also bis Donnerstag Abend 20 Uhr (8. September 2011) Zeit, um bei Facebook Fan von notebooksbilliger.de zu werden und sich mit einem Formular für die Verlosung des TouchPads einzutragen.

Mitmachaktionen wie diese bieten großartige Möglichkeiten für Firmen, um ins Gespräch zu kommen und bekannter zu werden. Auch der direkte Dialog mit den Kunden ist für Firmen eine interessante Sache. Aber die gescheiterte TouchPad-Aktion von notebooksbilliger.de zeigt auch, wie gefährlich dieser direkte Kommunikationsweg sein kann. Vor allem, weil es eben so unberechenbar ist.