Trotz iPhone 6: Apple verzeichnet weiter iPhone 5s-Boom

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Das iPhone 5s bleibt das Sehnsuchtsobjekt: Im laufenden Quartal verkauft es sich offenbar besser als erwartet
Das iPhone 5s bleibt das Sehnsuchtsobjekt: Im laufenden Quartal verkauft es sich offenbar besser als erwartet(© 2014 CURVED)

Wie trocken wird die iPhone-Dürreperiode in Cupertino? Nicht besonders, glaubt die gewöhnlich gut informierte Morgan Stanley-Analystin Katy Huberty und prognostiziert für das laufende Quartal entgegen zuletzt anders lautenden Berichten starke 5s-Verkaufszahlen auch im laufenden Quartal. Für Apple wäre das eine sehr gute Nachricht: die Abhängigkeit vom Smartphone-Bestseller ist inzwischen größer denn je.   

Es ist wieder einmal diese Zeit im Jahr: Sechs Monate nach dem Launch des jüngsten iPhones beginnt traditionell die Zeit des Wartens und der Rückstellungen. Jetzt noch ein iPhone 5s, bevor in mutmaßlich sechs Monaten die Mutter aller Upgrades kommt? Brian Blair von Wedge Partners warnte in der vergangenen Woche davor, dass „alles in der Zulieferkette auf eine Schwäche in der iPhone-Nachfrage hindeutet“.

Katy Huberty hat da offenbar andere Quellen: In einer Mitteilung an Kunden berichtet die renommierte Morgan Stanley-Analystin nun, tatsächlich sei das Gegenteil der Fall – die Nachfrage nach iPhones sei höher als ursprünglich prognostiziert. Huberty rechnet nach Erhebungen ihres Alphawise Smartphone Trackers, der auf Basis von Suchabfragen in der Vergangenheit für erstaunlich präzise Vorhersagen sorgte, nun mit 42 Millionen verkauften Einheiten zwischen Januar und März – und damit deutlich mehr als die Branchenkollegen.

Mehr denn je: Apple ist die iPhone-Company

Zuletzt hatte die US-Investmentbank Piper Jaffray Sorgen über eine iPhone-Schwäche zumindest in den USA zerstreut: Das Interesse am iPhone 5s sei seit dem Launch im vergangenen September relativ konstant geblieben.  

Für Apple ist die iPhone-Entwicklung weiter wichtiger denn je. Wie Pacific Crest-Analyst Andy Hargreaves vorrechnet, steigt Apples Abhängigkeit von seinem erfolgreichsten Produkt aller Zeiten in beängstigender Weise weiter an: Enorme 68 Prozent der Gewinne von mutmaßlich 37 Milliarden Dollar im laufenden Geschäftsjahr sollen durch das Kultsmartphone aus Cupertino bestritten werden.

iTunes fährt bereits die zweitmeisten Gewinne ein –vor dem iPad

Im Umkehrschluss bedeutet das: Der Hoffnungsträger iPad bleibt weiter deutlich unter den Erwartungen und steuert lediglich 10 Prozent zu den Gesamtgewinnen bei, hat Pacific Crest errechnet. Die Mac-Division bringt es auf lediglich 6 Prozent, das Geschäft mit Accessoires wie Ladekabeln, Tastaturen oder iPad-Hüllen kommt auf 4 Prozent. 

Hoffnungsträger in der Gewinn-Entwicklung: Die am schnellsten wachsende Sparte – die iTunes Division, unter der seit 2012 auch die hoch profitable Software-Sparte gebündelt wird. Bemerkenswerte 11 Prozent der Nettogewinne soll die iTunes Division 2014 in die Kassen spülen – und damit am zweitmeisten.

Doch was sind die 11 Prozent gegen 68 Prozent? Stagniert das Geschäft mit den hochpreisigen Kultsmartphones aus Cupertino, hat Apple ein Problem. Entwickeln sich die Geschäfte indes wie von Huberty prognostiziert und vor allem mit dem iPhone 6 wie erwartet, besitzt Apple den größtmöglichen Hebel. Klarer denn je wird deutlich: Apple ist die iPhone-Company. Noch immer.


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