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Twitter goes Instagram: Das kann die überarbeitete Kamera-Funktion

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Twitter erhält eine neue Kamera (© 2018 CURVED )

Twitter erhält in den nächsten Tagen ein Update, das eine überarbeitete Kamera-Funktion einführt. Diese soll Nutzer dazu motivieren, mehr Bilder und Videos über die Plattform zu teilen, als es bislang der Fall ist.

In eine Tweet dazu schreibt Twitter, dass die Funktion in den nächsten Tagen für alle ausrollen wird. The Verge konnte das Feature bereits ausprobieren: Zum neuen Kamera-Interface von Twitter gelangt ihr offenbar, wenn ihr in eurer Timeline nach links wischt. Daraufhin könnt ihr zum Beispiel ein Foto knipsen oder eine bis zu zweiminütige Video-Schleife aufnehmen. Für Ersteres tippt ihr einfach auf den Auslöser. Haltet ihr diesen gedrückt, nehmt ihr ein Video auf.

Livestreams über die Twitter-Kamera

Darüber hinaus gibt es künftig einen "Live"-Button. Über diesen könnt ihr einen Livestream starten, der all eure Follower auf Twitter erreicht. Das Feature basiere laut The Verge auf Periscope, einer darauf spezialisierten App, die Twitter 2015 übernommen hat. Sowohl Video- als auch reine Audiostreams sollen über die neue Kamera möglich sein.

Was die Twitter-Kamera offenbar nicht bietet, ist die Möglichkeit, Bilder aus eurer Mediathek auszuwählen. Beim Verfassen eines Tweets sei das aber nach wie vor möglich – nur eben nicht aus dem Kamera-Interface heraus. Mit der Twitter-Kamera aufgenommene Bilder seien in Tweets besonders visuell hervorgehoben. Außerdem werdet ihr diese ähnlich wie auf Instagram mit einem Standort, Hashtags oder einer Überschrift versehen können.

Die Hervorhebung der Bilder soll wohl dazu führen, dass mehr Nutzer von der Twitter-Kamera Gebrauch machen als bisher. Deren mangelnde Beliebtheit ist auch darauf zurückzuführen, dass Twitter sie bislang eher stiefmütterlich behandelt und kaum mit neuen Features versorgt hat. Laut Keith Coleman, Twitters "Vice President of Product", werde sich das ändern: Das Unternehmen wolle die Entwicklung neuer Kamera-Funktionen in den nächsten Monaten forcieren.

"twttr" zeigt potenzielles Twitter-Redesign

Das Kamera-Interface ist nicht das einzige, an dem Twitter gearbeitet hat. Mit "twttr" hat das Unternehmen außerdem eine Prototyp-App für eine begrenzte Anzahl an Testern ausgerollt. Aktuell diene "twttr" dazu, neue Designs für Twitter-Konversationen zu testen, berichtet BuzzFeed. So probiere Twitter darüber derzeit ein neues Format für Antworten auf Tweets aus: In "twttr" seien diese ähnlich gestaltet wie Direktnachrichten in Messengern und sähen aus wie Sprechblasen.

Außerdem ließen sich Antworten vom ursprünglichen Verfasser eines Tweets und anderen Nutzern einfacher auseinanderhalten. Dafür sollen farbige Markierungen sorgen: Schwarz stehe für den Verfasser des ursprünglichen Tweets, Blau dagegen für andere antwortende Nutzer. BuzzFeed hat "twttr" über Apples Beta-Test-Plattform Testflight heruntergeladen.

TechCrunch zufolge ersetzte "twttr" die normale Twitter-App. Das Unternehmen habe allerdings verlauten lassen, dass nicht jeder für den Test zugelassen werde. Anscheinend erhalten nur einige Tausend englisch oder japanisch sprechende Nutzer Zugriff auf die Test-App. Es sei möglich, dass Twitter darüber künftig auch weitere mögliche neue Funktionen testen wird. Unter anderem habe das Unternehmen in der Vergangenheit bereits mit Status-Updates experimentiert.

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