Twitter killt Twitpic: Bilder-Dienst wird geschlossen

Nach einem Namensstreit mit Twitter schließt Twitpic am 25. September seine Pforten
Nach einem Namensstreit mit Twitter schließt Twitpic am 25. September seine Pforten(© 2014 Twitpic, CURVED Montage)

Der kleine blaue Vogel kannte kein Erbarmen: Nach einem Namensstreit mit Twitter schließt die Fotoplattform Twitpic zum 25. September ihre Pforten. Nutzer sollen ihre hochgeladenen Fotos und Videos über eine entsprechende Funktion wieder herunterladen können.

Twitpic-Gründer Noah Everett verkündete die traurige Botschaft vom Ende seiner Fotoplattform höchstpersönlich am Donnerstag in einem Blogeintrag. Twitter habe Twitpic demnach dazu aufgefordert, einen Antrag auf den Schutz des Markennamens zurückzuziehen – andernfalls würde Twitpic den Zugang zur Programmierschnittstelle des Kurznachrichtendienstes verlieren. Vor diese Entscheidung gestellt, entschied sich Twitpic dafür den kompletten Betrieb einzustellen.

"Wir haben nicht die Ressourcen, um es mit Twitter aufzunehmen"

"Unglücklicherweise haben wir nicht die Ressourcen, um eine große Firma wie Twitter abzuwehren und unser Markenrecht zu schützen, von dem wir voll und ganz überzeugt sind, dass es rechtmäßig uns gehört", erklärte Noah Everett weiter. Twitter hingegen erklärte in einem Statement gegenüber CNBC, dass man Twitpic angeboten habe, den bisherigen Namen weiter zu nutzen. Allerdings müsse das Unternehmen zugleich auf den Schutz der Marke achten.

Twitter hat seit 2011 einen eigenen Fotodienst

Twitpic wurde 2008 gegründet und wuchs schnell zur beliebtesten Plattform zum Einstellen von Fotos bei Twitter. Damals war ein direktes Teilen von Fotos beim Zwitscher-Dienst noch nicht möglich. Spätestens mit dem Start von Twitters eigener Plattform zum Teilen von Fotos im Sommer 2011 war das Ende von Twitpic wohl aber besiegelt. Laut Noah Everett soll auf Twitpic in den nächsten Tagen eine Funktion freigeschaltet werden, mit der Nutzer ihre eingestellten Bilder und Videos wieder herunterladen können.


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