Twitter legt Transparency Report vor

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat zum ersten Mal seinen Transparency Report vorgelegt. Aus diesem geht hervor, dass die Anfragen von staatlichen Behörden oder Rechteinhabern an den Dienst zunehmen. Dabei geht es entweder um die Herausgabe von Nutzerdaten oder um die Löschung einzelner Tweets.

USA ist Spitzenreiter

679 Mal wollten US-Behörden in den letzten sechs Monaten auf persönliche Nutzerinformationen Zugriff erlangen. In 75 Prozent der Anfragen musste Twitter die Daten an die Auskunftsersuchenden weiterreichen. Das zweitstärkste Land, das Anfragen gestellt hat, ist Japan mit 98 Stück. Hier wurde ein Fünftel der Anfragen umgesetzt. Aus dem deutschen Raum wurden unter zehn Anträge eingereicht, die allesamt abgelehnt wurden.

Mehr als 3.300 Anfragen sind in einem Zeitraum von Januar bis Juni 2012 wegen Urheberrechtsverstößen bei Twitter eingegangen. Die im Halbjahr an den Kurznachrichtendienst gestellten Anträge sind insgesamt mehr als die, die im gesamten Jahr 2011 bei Twitter eingereicht wurden. Der Bericht soll ab jetzt alle zwei Jahre veröffentlicht werden, um die User zu informieren.