Twitter: Neue Nutzer verzweifelt gesucht

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Hohe Verluste und Allzeittiefs: Twitter-CEO Dick Costolo befindet sich in Erklärungsnot
Hohe Verluste und Allzeittiefs: Twitter-CEO Dick Costolo befindet sich in Erklärungsnot(© 2013 CC: Flickr/jdlasica)

Die Probleme des 140-Zeichen-Dienstes sind nicht mehr zu übersehen: Twitter vermeldete nach Handelsschluss an der Wall Street seine Geschäftszahlen für das abgelaufene erste Quartal, die im Ganzen über den Erwartungen lagen. Und doch stürzt die Aktie auf den tiefsten Stand seit dem Börsengang. Der Grund: Das Nutzerwachstum schwächelt.

Twitters Probleme sind hinlänglich bekannt. Der 140-Zeichen-Dienst wächst sehr langsam, andere Social Media-Dienste ziehen links und rechts vorbei, die Monetarisierung hakt. „Twitter muss mutige Entscheidungen treffen, um mit der Zeit zu überleben“, hatte vor wenigen Tagen sogar Mitbegründer Biz Stone erklärt.

So dramatisch liest sich die neue Bilanz, die Twitter nach Handelschluss vorgestellt hat, nun nicht, doch die ungelösten Probleme werden noch einmal auf in nackten Zahlen greifbar. Nur um 14 Millionen Nutzer wuchs das acht Jahre alte Internet-Unternehmen zwischen Januar und März auf nunmehr 255 Millionen aktive Mitglieder – WhatsApp etwa bringt es inzwischen bereits auf 500 Millionen Nutzer.

Schwere Verluste im ersten Quartal  

Und auch bei der Monetarisierung hakt es weiter gewaltig. Bei Umsätzen von 250 Millionen Dollar verlor der Microblogging-Dienst immer noch gewaltige 132 Millionen Dollar – im Vorjahr waren es noch 27 Millionen Dollar.  Bei näherer Betrachtung sind die Verluste jedoch nicht so dramatisch, da sie zum Großteil auf Mitarbeiterkompensationen im Zuge des Börsengangs zurückgehen. Ohne Sonderposten operierte Twitter am Rande der schwarzen Null. 

Auf Jahressicht stellte der einstige Social Media-Überflieger, der im vergangenen November so furios an die Börse gestartet war, Erlöse in Höhe von 1,2 bis 1,25 Milliarden Dollar in Aussicht. Anlegern war das indes nicht genug: Die Aktie ging nach Bekanntgabe der Bilanz um 11 Prozent in den Sturzflug über und brach auf neue Allzeittiefs bei 38 Dollar ein.


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