U2 und Apple arbeiten an neuem Musik-Format für iTunes

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Achtung, Baby: U2 und Apple planen neue Musik-Format für iTunes
Achtung, Baby: U2 und Apple planen neue Musik-Format für iTunes(© 2014 Universal/Brantley Gutierrez)

Ein Gratis-Album mit epischem Shitstorm ist nicht genug: U2 legen nach - und zwar bei Apple! Wie das Time Magazine in seiner neuen Ausgabe berichtet, planen die irischen Rock-Veteranen mit dem iKonzern ein neues digitales Musikformat, das so unwiderstehlich sei, dass Fans wieder bereit wären, für Musik Geld auszugeben…

Eine Sternstunde der Popmusik war es nicht: Einem skurrilen Auftritt auf der Apple Keynote folgte der Gratis-GAU des neuen Albums „Songs of Innocence“, für das der wertvollste Konzern der Welt  kolportierte 100 Millionen Dollar aufwendete und das doch so schlecht bei Apple-Nutzern ankam, dass Cupertino schnellstmöglich einen 1-Klick-Lösch-Button nachschieben musste. (Dass die zum Teil heftigen Reaktionen einiger Nutzer auf das 72 MB-Geschenk zumindest diskussionswürdig sind, ist ein anderes Thema.)

Doch statt einzusehen, dass Bonos beste Tage zumindest zehn Jahre zurückliegen, als der Rockmillionär und notorische Steuervermeider mit Steve Jobs ein eigenes iPod-Modell und den gesamten Back-Katalog auf iTunes präsentierte, legen Apple und U2 nun offenbar noch mal nach. Wie Bono in der neuen Ausgabe des Time Magazines stolz verkündet, dass U2 in Zusammenarbeit mit Apple ein neues Digitalformat in Arbeit habe, dass so unwiderstehlich sei, dass Fans für Musik wieder bezahlen würden – sowohl für das ganze Album als auch einzelne Songs.

„Wir arbeiten mit Apple in den nächsten Jahren an einigen wirklich coolen Dingen“– Bono. 

Das nun wäre zumindest eine 180-Grad-Wende von den aktuell noch verschenkten 11 neuen Songs, die sogar Deutschrocker Herbert Grönemeyer ungewohnt scharf kritisierte. "Ich kenne Bono ziemlich gut. Aber ich muss sagen, als ich das gehört habe, war ich geschockt", erklärte der 58-Jährige heute am Rande des Reeperbahnfestivals gegenüber der dpa. "So eine Aktion von einer so großen Band, die alle Millionäre sind, ist respektlos gegenüber den hart arbeitenden Kollegen."

Also versuchen Bono, der über ein Vermögen von 500 Millionen Dollar verfügen soll, das u.a. durch die frühere Beteiligung an Facebook angewachsen ist, The Edge & Co nun wieder den Weg über das klassische Bezahlmodell – mit neuen Formaten.

„Wir arbeiten mit Apple in den nächsten Jahren an einigen wirklich coolen Dingen, an Innovationen, die die Art, wie wir Musik hören und ansehen, transformiert“, schreibt Bono im U2-Blog. Fans der irischen Altocker, die vor fünf Jahren kein Problem damit hatten, sich ihre Tour von Apples Smartphone-Rivalen Blackberry sponsern zu lassen, werden gespannt sein – Apple-Nutzer vielleicht weniger…


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