Über 10 Millionen Kinect-Kameras für XBox 360 verkauft

Als Microsoft im Herbst 2010 die Kamerasteuerung Kinect auf den Markt brachte, waren viele skeptisch, ob der IT-Riese aus Redmond damit wirklich den Anschluss an die moderne Spielesteuerung schaffen würde. Tatsächlich entpuppte sich die Bewegungssteuerung jedoch schnell als Verkaufsschlager.  Nun feiert Microsoft den Absatz von über zehn Millionen Geräten.

Schon nach 60 Tagen brach Kinect alle Rekorde: Acht Millionen Mal ging die Kinect-Kamera in dieser Zeit über die Ladentheke - das sind mehr als 130.000 Exemplare pro Tag. Dieses beeindruckende Ergebnis brachte Microsoft sogar einen Eintrag ins Giuness Buch der Weltrekorde ein: Die kamerabasierte Bewegungssteuerung für die XBox darf sich nun das "meistverkaufte Elektronikgerät für Konsumenten" nennen.

Steigender Spieleabsatz durch Kinect

Die Beliebtheit der Bewegungssteuerung wirkt sich auch auf den Spieleabsatz aus. Microsoft gibt an, dass seit der Markteinführung von Kinect auch mehr als 10 Millionen geeigneter Spiele verkauft wurden. Diese Zahl klingt beindruckend, birgt jedoch noch  ein enormes Wachstumspotential. Deshalb kündigte Microsoft gleich eine Reihe neuer Spiele an: Titel wie "Michael Jackson: The Experience" oder "Sesame Street: Once upon a Monster" sollen ein breites Publikum ansprechen. Aber auch leidenschaftliche Zocker sollen zukünftig auf ihre Kosten kommen.

Kinect bald auch für den PC?

Schon kurz nach der Erscheinung erschienen Treiber, die Kinect angeblich auf Windows und Linux lauffhäig machen sollten. Letztendlich fehlt es aber an geeigneten Spielen.

Dass die Bewegungssteuerung auf den PC kommen soll, gilt als sicher - spätestens mit Windows 8. Doch dabei wird man sich nicht nur auf Spiele konzentrieren:  So könnte Kinect die Bedienung des Media Centers erleichtern oder sogar bei Microsoft Office zum Einsatz kommen.

Microsoft hat mit Kinect den Anschluss geschafft - Nintendo hat mit der Wii vorgemacht, wie Konsolengaming in der Zukunft aussehen wird. Nun zieht die Konkurrenz nach, und zwar erfolgreich. Microsoft wird das Potential nutzen, nicht zuletzt unter Einbeziehung von Millionen Windows-Nutzern, die ihrerseits ein enormes Potential bergen. Ob sich Kinect auch am Schreibtisch durchsetzt, muss sich zeigen. Der klassische PC-Gamer setzt wohl eher auf Maus und Tastatur denn auf körperliche Aktivität vor dem Rechner. Doch auch hier ist eine Überraschung nicht ausgeschlossen.