Uber soll wohl in Deutschland erlaubt werden

Darf Uber bald auch in Deutschland seine Fahrervermittlung via Smartphone-App anbieten?
Darf Uber bald auch in Deutschland seine Fahrervermittlung via Smartphone-App anbieten?(© 2015 Uber, CURVED Montage)

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat sich für eine Zulassung von Fahrdiensten wie Uber in Deutschland ausgesprochen. Nach einer entsprechenden Gesetzesänderung könnten künftig auch Privatpersonen ohne Taxifahrer-Lizenz Fahrgäste befördern. Bislang ist dies hierzulande nicht gestattet.

Noch in dieser Wahlperiode will Verkehrsminister Andreas Scheuer den Markt für Fahrdienst-Anbieter öffnen, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Dies dürfte weitreichende Folgen haben, denn insbesondere für Taxi-Unternehmen stellen Fahrdienste wie Uber eine große Konkurrenz dar. Die Interessen des Taxi-Gewerbes sollten deshalb bei der Entscheidung berücksichtigt werden, so der CSU-Politiker.

Uber auf der Überholspur?

Aufgrund der aktuellen Gesetzeslage ist es Uber in Deutschland nicht möglich, sein "eigentliches" Geschäftsmodell umzusetzen. Das Unternehmen vermittelt dabei private Fahrer, die mit ihren Diensten den Taxifahrern Konkurrenz machen. Über eine firmeneigene Smartphone-App geschieht dies bereits in rund 60 Ländern weltweit. Hierzulande verhindert bislang das strenge Personenbeförderungsgesetz die Vermittlung von Fahrern ohne Taxifahrer-Lizenz. Deshalb betreibt Uber momentan nur reguläre Taxis zum üblichen Taxitarif.

Eine umfassende Liberalisierung wäre für das US-amerikanische Unternehmen mit seiner Marktmacht ideal. Vorerst ist jedoch unklar, wie eine entsprechende Gesetzesänderung aussehen würde. Zuvor wurde bereits darüber spekuliert, ob eine "sanfte" Änderung des Personenbeförderungsgesetzes bevorstehen könnte. Möglicherweise hätte Uber in Deutschland künftig nur auf sogenannte Ridesharing-Dienste setzen können. Dabei würden professionelle Fahrer in Sammeltaxis mehrere Fahrgäste befördern, wie eine Mischung aus Bus und Taxi.


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