Überflieger Xiaomi: Diese 5 Top-Smartphones müsst Ihr kennen

Smartphones aus China sind im Kommen, allen voran die guten und vergleichsweise günstigen Modelle vom aufstrebenden Hersteller Xiaomi. Allein: Bei den ganzen Mis, Redmis und Mi Notes verliert der geneigte Interessent schnell den Überblick. Wir bringen ein wenig Licht in den Xiaomi-Dschungel und stellen Euch die aktuell fünf wichtigsten Top-Geräte aus dem Reich der Mitte vor.

Eigentlich ist alles ganz einfach: Derzeit hat Xiaomi mit den regulären Smartphones und den "Note" genannten Phablets zwei Geräte-Klassen im Portfolio und teilt diese in wiederum zwei Segmente – Mi ist Oberklasse, Redmi steht für die in Sachen Materialwahl eher günstigeren Kunststoffmodelle. Darüber hinaus gibt es zu einigen Geräten jeweils noch eine Pro- oder Lite-Variante, die teils mit besserer oder eben gemäßigterer Hardware ausgestattet ist. Ihr seht: Eigentlich alles fast wie bei den Platzhirschen aus Korea oder den USA.

Schauen wir uns die Top-Modelle im Einzelnen an und fangen am unteren Ende an:

Xiaomi Redmi 2

Das aktuelle Einsteiger-Modell von Xiaomi wurde im Januar vorgestellt und punktet mit einem 4,7 Zoll großen HD-Display, einem 64 Bit-fähigen Snapdragon 410-Chipsatz sowie vor allem mit einem unschlagbaren Preis: Nur 137 Euro werden beim hiesigen Versandhändler Trading Shenzen für das 1 GB-Modell mit 8 GB internem Speicher fällig. Wer 20 Euro drauflegt, erhält die 2 GB-Variante mit 16 GB internem Speicher. Daneben gibt es noch einen micro-SD-Kartenslot, eine 8 MP-Kamera, Dual SIM-Kapazitäten mit 4G sowie einen 2265 mAh großen Akku. Das Redmi 2 kommt im frisch anmutenden Kunststoffgewand und ist in mehreren pastelligen Farbtönen erhältlich.

Auch beim Redmi 2 setzt Xiaomi wieder auf Pastellfarben(© 2015 Xiaomi)

Xiaomi Redmi Note 4G

Wem 4,7 Zoll zu klein sind, der greift zum Redmi Note: Das bietet die gleiche 720p-Auflösung des Redmi 2, allerdings auf stolze 5,5 Zoll gestreckt. Der Prozessor, ebenfalls ein Snapdragon 400/410 mit 1 GB RAM, reißt zwar keine Bäume aus, dafür kostet das Redmi Note 4G auch nur 157 Euro und kann trotzdem Dual-SIM, 3.100 mAh-Akku und 13 MP-Kamera auf der Rückseite – vorne können mit einem 5 MP-Modul Selfies geschossen werden. Wer kein Dual-SIM benötigt, dafür aber 2 GB RAM möchte, kann auch zur 166 Euro teuren Single-SIM-Variante kaufen, der interne Speicher von nur 8 GB bleibt aber auch bei diesem Modell etwas knapp bemessen.

Highlight des Xiaomi Redmi Note ist eindeutig das Display.(© 2014 CURVED)

Xiaomi Mi4

Währenb Xiaomis Redmis also die Einsteiger-Modelle abdecken, ist das Mi 4 die aktuelle Oberklasse der Chinesen: Zwar besteht dessen Rücken ebenfalls aus einer austauschbaren Kunststoffschale, dafür bestehen Rahmen und Grundplatte aus Edelstahl – in unserem Test beeindruckte das Mi 4 mit seinem Look und der wertigen Verarbeitung selbst die Apple-Fraktion in der CURVED-Redaktion. Und dann sind da ja noch die inneren Werte: Snapragon 801, 3 GB RAM, 5 Zoll Full HD-Display, eine 13 MP-Kamera auf dem Rücken, 8 MP vorne, ein ordentlicher 3080 mAh-Akku und das Ganze für lediglich 300 Euro.

Schade ist, dass sich die 16 GB interner Speicher nicht per micro-SD-Karte erweitern lassen, dafür unterstützt das neue Modell des Mi4 inzwischen auch die hierzulande verbreiteten LTE-Frequenzbänder 1800MHz und 2100MHz.

Edler Rahmen: Xiaomis Mi4(© 2014 CURVED)

Xiaomi Mi4i

Zwischen Redmi 2 und Mi4 angesiedelt schließt das Mi4i die Lücke zwischen Einsteiger und Oberklasse: Mit 2 GB RAM, Snapdragon 615-Power und Adreno 405 GPU ist der 5 Zoller mit Full HD-Screen immer noch potent genug für aktuelle Anwendungen und die meisten Spiele, sein Akku ist mit 3120 mAh sogar noch ein bisschen größer als der des Mi4, das Gerät dennoch 50 Euro günstiger. Der Grund: Statt mit Alurahmen kommt das Mi4i im kompletten Kunststoffgewand.

Wie beim Mi4 sind die 16 GB interner Speicher nicht per micro-SD-Karte erweiterbar. Während auf der Rückseite die gleiche 13 MP-Kamera verbaut ist, muss vorne ein 5 MP-Modul für Selfies und Videotelefonie reichen.

Xiaomis Mi4i(© 2015 Xiaomi)

Xiaomi Mi Note

Das kleinere der beiden Top-Phablet-Modelle von Xiaomi ist eigentlich ein großes Mi4: 5,7 Zoll Display mit Full HD-Auflösung, 3 GB RAM, Snapdragon 801-SoC, 16 GB oder 64 GB interner Speicher, der leider abermals nicht erweiterbar ist, Dual SIM-Kapazitäten, eine fantastische 13 MP-Kamera auf der Rückseite, aber nur 4 MP vorne sowie ein 3.000 mAh-Akku machen das Mi Note zu einem guten, aber keinem grandiosen Phablet. Zwar sind die 397 Euro für das 16 GB-Modell durchaus eine Kampfansage, die 64 GB-Version schlägt aber schon mit 467 Euro zu Buche. Das ist beispielsweise im Angesicht des Huawei Ascend Mate 7, das ein bisschen mehr Funktionalität bietet und weniger kostet, kein wirkliches Schnäppchen mehr. Dafür überzeugte das Mi Note in unserem Test mit einem sehr gelungenen Design und einer tollen Kamera.

Xiaomi Mi Note Pro

Das eigentliche Highlight in Xiaomis Portfolio ist auch nicht das Note, sondern dessen großer Bruder, das Note Pro: Ausgestattet mit dem aktuellen Snapdragon 810, der ersten Tests zufolge dank einer engen Zusammenarbeit mit Qualcomm wohl nicht mehr unter den Hitzeproblemen der Vorgängerrevisionen leiden soll, einem 5,7 Zoll großen QHD-Display mit 2.560 x 1.440 Bildpunkten, gigantischen 4 GB LPDDR4 RAM – ja, das ist der Speichertyp, der auch in Samsungs Galaxy S6 zum Einsatz kommt – , 64 GB internem Speicher und Sonys neuer IMX214 13 MP-Kamera mit optischem Bildstabilisator vereint das Note Pro die aktuelle Crème de la Crème der mobilen Hardware in seinem schicken, 161 Gramm schweren Gehäuse aus Kunststoff mit Metall-Elementen.

Absolute Power: das Mi Note Pro(© 2015 Xiaomi)

Der Akku hat eine für ein Phablet eher durchschnittliche Kapazität von 3090 mAh, die Frontkamera löst nur mit 4 MP auf. Ein micro-SD-Kartenslot fehlt erneut. Dennoch schauen wir uns diese Spezifikationen an und vergleichen die mit den in Deutschland fällig werdenden 547 Euro, darf man Xiaomi attestieren, dass sie da ein ganz heißes Phablet-Eisen im Feuer haben. Wir freuen uns schon sehr auf unser Testgerät, das wir in den kommenden Tage in der Redaktion erwarten.


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