Ultrabooks – der Flop des Jahres?

Sie waren von Marktbeobachtern, vom Chip-Hersteller Intel und Branchen-Experten so hoch gelobt worden, doch bei den Kunden kommen sie gar nicht an, die Ultrabooks. Die Marktforscher von IHS iSuppli haben die Prognosen der Verkaufszahlen für das laufende Jahr auf knapp die Hälfte gesenkt – und selbst das ist noch euphorisch.

Prognose um gut die Hälfte gesenkt

22 Millionen verkaufte Ultrabooks im Jahr 2012, davon waren die Marktforscher ursprünglich ausgegangen. Jetzt haben die Analysten von IHS iSuppli die Schätzungen auf 10,3 Millionen Geräte gesenkt, also auf nicht einmal die Hälfte. Doch selbst davon sind die aktuellen Verkaufszahlen noch meilenweit entfernt. Sicherlich darf man mit dem Launch von Windows 8 und dem bevorstehenden Weihnachtsgeschäft nocht mit einer Steigerung der Verkaufszahlen rechnen, ob es jedoch tatsächlich für die geschätzten 10,3 Millionen Ultrabooks reicht, bleibt abzuwarten.

Ultrabooks zu teuer

Als Grund für das geringe Interesse der Kunden an den schlanken, effizienten Notebooks geben die Experten von IHS iSuppli unter anderem die teuren Preise an. "Auch wegen des hohen Preises werden die Verkäufe von Ultrabooks nicht die Erwartungen erfüllen," heißt es von Seiten der Marktforscher. Mit ca.1.000,- Dollar ist der Preis für Ultrabooks einfach zu hoch. Außerdem wird die Konkurrenz durch Tablets zunehmend größer – das wird sich mit dem Launch von Windows 8 auch nicht ändern, denn dann drängt mit Microsoft ja sogar ein neuer Tablet-Hersteller auf den Markt, der mit den Surface Tablets ein wirklich interessantes Produkt zu bieten hat.

Samsung Ultrabook Serie 5 530 (Quelle: Samsung)

Hersteller sollten Preise senken

Bei IHS iSuppli geht man davon aus, dass die Hersteller von Ultrabooks die Preise im Jahr 2013 auf rund 600,- bis 700,- Dollar senken werden. Damit könnten die Ultrabooks auch für die Nutzer wieder interessanter werden, zumal viele Tablets sich ebenfalls in diesem Preis-Segment bewegen. Für das kommende Jahr haben die Marktforscher dennoch die Prognosen für die Verkaufszahlen gesenkt. IHS iSuppli geht von 44 Millionen verkaufter Ultrabooks aus statt der bisher angepeilten 65 Millionen. Auch wenn das deutlich weniger ist, so ist es dennoch auch eine ganz klare Steigerung im Vergleich zu 2012.

Bis zum Jahr 2016 erwarten die Experten sogar eine Steigerung auf 95 Millionen verkaufter Geräte – doch das ist vielleicht ein bisschen zu weit in die Zukunft und zu tief in die Glaskugel geblickt. Interessant wird es aber dennoch sein, wie sich der Markt entwickelt, welche Rolle die Einführung von Windows 8 spielt und wie sehr sich Tablets als Notebook-Ersatz etablieren können.