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Unheimlich: Facebook testet DeepFace-Gesichtserkennung

Die Gesichtserkennungs-Software soll das Tagging bei Facebook einfacher machen
Die Gesichtserkennungs-Software soll das Tagging bei Facebook einfacher machen (© 2014 CC: Flickr/DIYLILCNC )
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18.03.14 von

Franziska Schütze

Habt Ihr manchmal Schwierigkeiten, Gesichter zu erkennen? Einigen Menschen geht das des Öfteren so – Facebook angeblich bald nicht mehr. Das Unternehmen arbeitet an einer Gesichtserkennungs-Software namens DeepFace, die fast genauso zuverlässig funktionieren soll wie das menschliche Gehirn.

Facebook hebt die Künstliche Intelligenz auf ein neues Level: Die Gesichtserkennungs-Software DeepFace steht der menschlichen Gesichtserkennung angeblich in fast Nichts mehr nach. Werden Menschen gefragt, ob zwei unähnliche Fotos ein- und dieselbe Person zeigen, treffen sie in 97,53 Prozent der Fälle die richtige Aussage. Die neue Software, an der Facebook seit einem Jahr eifrig arbeitet, soll bereits zu 97,25 Prozent richtig liegen, wie MIT Technology Review berichtet. DeepFace hätte demzufolge bereits annähernd die Genauigkeit des menschlichen Gehirns erreicht.

Facebooks DeepFace simuliert die neuronalen Netzwerke des menschlichen Gehirns
Facebooks DeepFace simuliert die neuronalen Netzwerke des menschlichen Gehirns (© 2014 Facebook AI Group )

Genau genommen handelt es sich bei DeepFace allerdings nicht um eine Gesichtserkennungs-Software, die einem Gesicht einen Namen zuweist. Stattdessen spricht Facebook von einer Verifizierungs-Software, die mit hoher Treffsicherheit bestimmen kann, ob zwei Bilder dieselbe Person zeigen - unabhängig vom Aufnahmewinkel. Das soll helfen, das Vertaggen von Personen im sozialen Netzwerk weiter zu automatisieren.

DeepFace lernte anhand von vier Millionen Facebook-Fotos

Um das leisten zu können, korrigiert die Software zunächst den Winkel des Gesichts, sodass die Person nach vorne blickt. Das gelingt mithilfe eines 3D-Modells von einem "Durchschnittsgesicht", das frontal ausgerichtet ist. Anschließend kommen simulierte Neuronennetzwerke zum Einsatz, die die Gesichter an mehr als 120 Millionen Punkten miteinander abgleichen.

Bei den kürzlich abgeschlossenen Tests der Software griff Facebook auf mehr als vier Millionen Nutzer-Fotos zurück, die rund 4000 Menschen zuzuordnen waren. Nun will das Unternehmen erste Ergebnisse veröffentlichen, um ein Feedback von der Wissenschaftsgemeinde einzuholen. Offiziell vorgestellt wird das Resultat dann auf der IEEE Conference on Computer Vision and Pattern Recognition im Juni.

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