Unsere Gadgets: Amirs mobiles Tech-Repertoire

Amirs Gadgets
Amirs Gadgets(© 2014 CURVED)

Alles für unterwegs: Während sich Gerd in unserer Reihe "Curved-Redakteure und ihre Gadgets" vorrangig auf Lesen und Spielen fokussierte und Shu viele Gadgets für sein Zuhause zeigte, geht es bei mir vor allem um die mobile Versorgung — mit Strom, Content, Akustik und ... Zähnen.

Als Shu und Gerd mich drängte, Euch doch auch endlich meine Gadget-Sammlung vorzustellen, geriet ich zunächst ins Grübeln. So viele Gadgets im klassischen Sinne nutze ich gar nicht — kein Bluetooth-Wasserstandsmesser für die heimischen Pflanzen findet sich in meiner Wohnung, kein eReader im Gepäck, und ich benutze tatsächlich nur ein paar In-Ear-Kopfhörer für beinahe alle Lebenslagen. Der Grund für diesen Mangel an Spielzeug: Bei mir ist alles auf Mobilität und damit möglichst kleines Marschgepäck ausgelegt. Und das wiederum bedeutet, dass mir eigentlich mein Smartphone und höchstens noch ein Tablet oder ein Laptop reichen.

Dann allerdings fiel mir auf, dass ich zur Unterwegs-Nutzung dieser Geräte ja doch ein wenig Peripherie brauche, die es sich durchaus vorzustellen lohnt: mobile Akku-Charger, Flashspeicher mit Adapter und sogar meine elektrische Zahnbürste fallen bei mir unter den Sammelbegriff "Gadgets".

Die Essentials: Smartphone, Tablet und WinBook

Andere Menschen arbeiten mit dieser Dreifaltigkeit mobiler Begleiter, mir Spielkind geht es vorrangig um Unterhaltung: Auf meinem Nexus 5 wird gespielt, was das Zeug hält, von Real Racing 3 über Sky Force bis hin zu dem ruhigeren The Room oder auch mal einer Partie des bockschweren Star Command. Einen dedizierten eReader brauche ich auch nicht, dank Kindle-App und Google Play Books habe ich schon Wälzer vom Schlage eines "The Stand" durchgeschmökert und zwar ohne Augenschmerzen.

My precious: Das Nexus 5

Benötige ich dann doch mal mehr Display, sei es zum Spielen von Titeln, die auf einem 5 Zoll-Screen einfach zu kleinteilig werden oder für den schnellen Videokonsum zwischendurch, dann greife ich zum Nexus 7 — das allerdings tatsächlich eher selten. Denn auch ich gehöre inzwischen zu den Usern, die zwar gerne ein Tablet besitzen, es aber faktisch ob seiner Zwischengröße kaum noch benutzen – was eigentlich jedesmal wieder schade ist, wenn ich darüber nachdenke.

Denn noch komfortabler speziell zum Schauen von Filmen unterwegs ist ein Laptop: Berufsbedingt bin ich mit einem MacBook Pro Retina mit 13 Zoll-Bildschirm ausgestattet, darauf läuft aber (natürlich) via Bootcamp Windows 8.1 — und das zu meiner vollsten Zufriedenheit und ohne Kompatibilitätsprobleme, denn selbst Windows-Games lassen sich so unterwegs gut spielen. Und um das auch nach außen zu zeigen, wurde der angebissene Apfel auf dem Laptop-Deckel von mir selbstredend "verschönert".

Mein WinBook

Die Peripherie: Akkupacks, Kopfhörer und Speichermedien

Fürs Laptop und fürs Tablet habe ich für gewöhnlich Netzteile dabei und lade beide Geräte bei Zwischenstopps an der Steckdose auf. Beim Smartphone verlasse ich mich aber auf portable Akkupacks — und davon habe ich zwei an der Zahl im Gepäck: Huaweis AP006 kommt mit einer Kapazität von 4.800 mAh, lädt also mein Nexus 5 gut zweimal komplett auf, und ist vor allem superschlank und sehr leicht, mit einem Kaufpreis von rund 60 Euro aber zugegeben nicht ganz günstig.

Kommt es zu längeren stationären Aufenthalten oder gar Übernachtungen, leistet die Qumax Metrans-Ladestation mit Induktions-Feature nach dem Qi-Standard mir gute Dienste: Mit nominell 5.000 mAh-Kapazität lädt die auch schon mal mein Nexus 7 über Nacht auf — und das im Notfall auch komplett kabellos (Also aus dem Stromspeicher und per Induktion). Natürlich kann ich aber sowohl die Station per USB-Netzteil auch gleichzeitig mit dem Stromnetz verbinden und ein weiteres Endgerät per Micro-USB-Kabel an die Station hängen. Kostenpunkt hier: 20 Euro, was für komfortable Ladung per Induktion recht günstig ist.

Ich mag keine Over- oder On-Ear-Kopfhörer, sondern bevorzuge In-Ears — die müssen natürlich eine besonders gute Soundqualität bieten, damit der Genuss von Filmen und Serien auf dem WinBook nicht zur Schepperpartie verkommt. Mich begleiten seit ein paar Monaten die Philips TX2BK/00, die mit ihrer gold-schwarzen-Optik ganz cool aussehen, dank Flachbandkabel nicht verheddern und vor allem druckvollen Klang bieten, ohne dabei zu basslastig zu sein. Mit 50 Euro sind die zwar nicht so günstig, wie manch andere In-Ears, aber glaubt mir, sie sind diesen Preis mehr als wert!

Und wie kommt der ganze Video-Content auf die Geräte? Natürlich per micro SD-Karte, die ich vor allem ob ihrer großen Kapazitäten und der schnellen Zugriffszeiten inzwischen den USB-Flashspeicher vorziehe — und, weil sie so vielseitig nutzbar sind: Mittels USB-OTG-Adpater, den es für ein paar Euro bei einschlägigen Onlinehändler gibt, und dem USB 3.0 -SD/micro SD-Karten-Leser von Trascend für unter 10 Euro, kann ich die Inhalte einer micro SD-Karte sowohl auf dem WinBook, auf dem Nexus 5 und dem Nexus 7 als auch am heimischen PC oder meinem stationären Media-Player im Schlafzimmer ansehen — das nenn' ich All-in-One-Lösung. Und dank USB 3.0-Support geht auch das Überspielen großer Full HD-Filme vom Rechner auf die Karte verhältnismäßig zügig von statten. Klar, es gibt natürlich auch USB 3.0-Sticks, die das genauso erledigen würden und ich könnte mir den Adapter sparen — aber sie SD-Karten kann ich bei Bedarf eben auch noch in Kameras oder direkt in Smartphones und Tablets mit einem entsprechenden Slot benutzen.

Mein Über-Gadget: Googles Chromecast

Klein aber oho: der Google Chromecast

Nicht unbedingt mobil, sondern für den stationären Einsatz gedacht (aber natürlich dennoch voll transportabel): mein Lieblings-Gadget, der Chromecast. Für nur 35 Euro erhält vor allem der Google-Fan und geneigte Nutzer der vielen Services aus Mountain View ein kompaktes aber hochfunktionales Stück Medientechnik. Allabendlich schaue ich mir damit die spannendsten Videos aus dem YouTube-Netzwerk an — und zwar gecastet auf den großen Flachbildfernseher.

Oder ich genehmige mir einen Film aus dem Play Movies-Angebot, ruckelfrei und in HD-Qualität. Oder ich caste Play Music-Titel oder Bilder aus der Fotos-App auf den TV. Und wenn Google zukünftig die in bereits vorhandene Fähigkeit, den kompletten Inhalt eines Android-Smartphones oder -Tablets zu spiegeln noch weiter optimiert, dann darf mit dem Chromecast bald vielleicht auch Real Racing 3 oder Star Force zuhause auf dem 50 Zoller kabellos weitergespielt werden — mich würd's sehr freuen.

Und zum Ende des mobilen Tages: Zähne putzen!

Wenn das nicht "gadgety" ist: Zähneputzen mit der App

Das verrückteste Gadget, das ich besitze und tatsächlich (na hoffentlich!) regelmäßig benutze, ist die Oral-B Professional Care 7000. Die putzt nicht nur meine Beißerchen elektrisch und kommt mit einem kleinen LCD-Monitor, der mich mit Timer, Quadranten-Anzeige und Sterne-Bewertung im Badezimmer bei der Stange hält, sondern auch mit ... wait for it ... Bluetooth-Konnektivität und App! So kann ich meinen Putz-Fortschritt hübsch in 3D animiert auf dem Display des Nexus 5 verfolgen, Statistiken abrufen und vom Zahnarzt gelegte Putz-Schwerpunkte erfüllen. Parallel gibt es noch Schlagzeilen und Wetterdaten auf den Screen — so fängt der Geek-Tag perfekt an oder klingt wahlweise gelungen aus. Noch mehr zur Funktionalität der Oral-B und auch zu ihrer Wirkung aus zahnmedizinischer Sicht erfahrt Ihr in meinem Testbericht von vor ein paar Wochen.

Das waren meine Gadgets — wenigstens die mobilen, die ich täglich benutze. Ich bin gespannt, was die Kollegen in den nächsten Tagen so aus ihrem Fundus zeigen werden ...


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