Updates verlangsamen Smartphones: Hohe Geldstrafe für Samsung und Apple

Das iPhone 6s soll durch iOS 10 langsamer laufen – dafür muss Apple nun zahlen
Das iPhone 6s soll durch iOS 10 langsamer laufen – dafür muss Apple nun zahlen(© 2016 CURVED)

Für Samsung und Apple haben vergangene Updates nun offenbar ein Nachspiel. Beide Unternehmen müssen eine Geldstrafe in Millionenhöhe zahlen, da sie wohl gegen die Verbraucherrechte in Italien verstoßen haben. Apple erwartet im Vergleich zum südkoreanischen Hersteller sogar die doppelte Summe.

Die Wettbewerbsbehörde von Italien verlangt von Apple und Samsung die Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von fünf Millionen Euro, wie Heise berichtet. Beide Hersteller müssen auf ihren offiziellen Webseiten zudem auf die Entscheidung hinweisen. Durch vergangene Software-Updates sollen die Funktionen älterer Smartphones des Unternehmens eingeschränkt worden sein. Dies werde als unlauterer Wettbewerb gewertet.

Extra-Strafe für Drosselung

So habe sich die Leistung bei einigen Smartphones nach Updates verringert, was Nutzer schneller zum Kauf eines neuen Modells bewegen könnte. Die Aktualisierung auf Android 6.0 soll beim Galaxy Note 4 etwa zu "schweren Fehlfunktionen" geführt haben – und Samsung hätte versäumt, darauf hinzuweisen. Stattdessen soll das Unternehmen die neue Version "beharrlich unterbreitet" haben, heißt es im Bericht von Heise.

Apple muss hingegen für das Update auf iOS 10 eine Geldstrafe zahlen, das auf dem iPhone 6 und iPhone 6s wohl durch die höheren Systemanforderungen zu einer geringeren Geschwindigkeit führen soll. Zudem hat ein Akku-Bug auf diesen Smartphones ungewollte Abschaltungen verursacht. Auch hier habe der Hersteller nicht auf eine Verringerung von Performance und Funktionen hingewiesen. Dennoch wurde das Update anscheinend ebenso "beharrlich unterbreitet".

Mit der Aktualisierung auf iOS 10.2.1 hat Apple allerdings noch eine Leistungsdrosselung für ältere iPhone-Modelle eingeführt, die einen schwachen Akku besitzen – ohne auf die Neuerung hinzuweisen. Erst Ende 2017 hat sich das Unternehmen dazu geäußert, das hat bereits zu einigen Klagen geführt. Italiens Wettbewerbsbehörde verlangt von Apple aufgrund der Drosselung weitere fünf Millionen Euro als Strafe.


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