US-Behörde erteilt Flugverbot für Amazon-Lieferdrohnen

Vor Amazons Drohnen liegt eine juristische Schlechtwetterfront, die den Start auf unbestimmte Zeit verzögern dürfte
Vor Amazons Drohnen liegt eine juristische Schlechtwetterfront, die den Start auf unbestimmte Zeit verzögern dürfte(© 2014 Youtube/Amazon)

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat Amazons Plänen für eine Paketauslieferung mittels Drohnen eine Abfuhr erteilt: Die Federal Aviation Authority ist strikt gegen einen kommerziellen Drohneneinsatz innerhalb der US-Landesgrenzen und stopft dabei auch Schlupflöcher wie sie der Online-Händler mit Amazon Prime nutzen wollte, berichtet TechCrunch.

Die Auslieferung von Paketen für Geld ist laut der FAA weder Hobby noch Freizeitaktivität und damit eine "Nutzung von Drohnen für geschäftliche Zwecke". Die Behörde befindet sich derzeit noch in einem Gerichtsverfahren, das versucht, Ihr generelles Verbot für den kommerziellen Einsatz privater Drohnen zu kippen. Dabei behält sie aber bisher die juristischen Zügel fest in der Hand.

Kostenlose Lieferung als mögliches Schlupfloch?

Amazon Prime verspricht eine "freie Paketlieferung". Dieses mögliche Schlupfloch in der eigenen Formulierung hat die Behörde allerdings bereits erkannt und einen Zusatz an ihre Entscheidung angefügt: Eine kostenfreie Lieferung werde als Verlängerung einer geschäftlichen Aktivität betrachtet und ist damit ebenfalls nicht erlaubt. Die Entscheidung ist für Amazon schwerwiegend und könnte die Amazon PrimeAir-Pläne des Online-Versandhandels zurückwerfen oder möglicherweise sogar ganz durchkreuzen.

Auch in Deutschland rechtlich problematisch

In Deutschland ist die Rechtslage für die Verwendung von Drohnen zur Auslieferung ebenfalls ungünstig: Flugmaschinen über fünf Kilogramm oder für eine kommerzielle Nutzung benötigen eine Aufstiegsgenehmigung, die für jedes Bundesland anders geregelt und zu beschaffen ist. Zusätzlich gibt es je nach Land verschiedene Flugverbotszonen um Flughäfen, über Regierungseinrichtungen oder sogar bei Unfallstellen und Menschenansammlungen. Die Lieferung per Drohne bleibt also wohl zunächst Zukunftsmusik und könnte sich für Amazon zum Millionengrab entwickeln.


Weitere Artikel zum Thema
Huaweis EMUI 5.1 erhält GoPro-Schnitt­soft­ware Quik
Michael Keller
Über die Gallerie des Huawei P10 gelangt Ihr zur Quik-App
Huawei und GoPro haben auf dem MWC 2017 eine Kooperation verkündet: Die Videoschnitt-App Quik soll fester Teil von EMUI 5.1 sein – auf dem Huawei P10.
Lenovo Moto G5 und G5 Plus im Test: das Hands-on [mit Video]
Stefanie Enge1
Her damit !13Das Moto G5 (links) und das Moto G5 Plus (rechts) im Hands-on
Lenovo hat auf dem MWC in Barcelona die neuen Moto-Smartphones G5 und G5 Plus vorgestellt. Unseren Ersteindruck lest Ihr im Hands-on.
Oppo stellt fünf­fa­chen "verlust­freien Zoom" für Smart­pho­nes-Kame­ras vor
2
Her damit !12So möchte Oppo das Platzproblem des Teleobjektivs lösen
Linsen neu verbaut: Auf dem MWC 2017 hat Oppo eine Dual-Kamera präsentiert, die einen "verlustfreien Zoom" mit fünffacher Vergrößerung erlauben soll.