Alles hat ein Ende: US-Gericht beendet Streit um Facebook

Die Zwillinge Tyler und Cameron Winklevoss sind mit ihrer Berufung gegen ein Urteil aus dem Jahr 2008 vor Gericht gescheitert. Sie hatten ihrem ehemaligen Kommilitonen, dem Facebook-Gründer Mark Zuckerberg vorgeworfen, ihre Idee für ein soziales Netzwerk geklaut und daraufhin Facebook ins Leben gerufen zu haben. Zuckerberg war von Tyler und Cameron Winklevoss während des gemeinsamen Studiums als Programmierer engagiert worden. Die Zwillinge behaupten, die Idee für Facebook stamme von ihnen.

Vor drei Jahren hatte sich Zuckerberg auf einen Vergleich mit den Winklevoss-Brüdern eingelassen, um den jahrelangen Streit aus dem Weg zu räumen. Doch die ihnen damals zugesprochenen 65 Millionen Dollar waren den Zwillingen wohl nicht genug. 20 Millionen Dollar hatten Tyler und Cameron Winklevoss damals in bar bekommen, 45 Millionen in Aktien.

Mit der Begründung, man habe den tatsächlichen Wert des sozialen Netzwerks Facebook nicht richtig angegeben und sie hätten darum eine viel zu geringe Summe erhalten, wollten sie das Urteil von 2008 nun anfechten. Doch das kalifornische Gericht sah das anders. Schon der Vergleich von 2008 sei vorteilhaft für die Winklevoss-Brüder gewesen und irgendwann müsse jeder Rechtsstreit einmal enden, so der vorsitzende Richter Alex Kozinski in der Urteilsbegründung.

Doch arbeitslos werden Zuckerbergs Anwälte trotzdem nicht, denn an anderer Stelle droht bereits weiteres Unheil: ein anderer Mitstudent, Paul Ceglia, will 50 Prozent Anteil an Facebook einklagen. Dafür legte er einem Gericht E-Mails vor, die angeblich von Zuckerberg stammen und belegen sollen, dass Facebook zu Anfang ein gemeinsames Projekt war.