Verabschiedet sich Nike vom FuelBand?

Weg damit !5
Das Nike FuelBand könnte bald zum Sammlerstück werden.
Das Nike FuelBand könnte bald zum Sammlerstück werden.(© 2014 CURVED)

Der Sportartikelhersteller Nike soll nach dem überschaubaren Erfolg des FuelBands kein Interesse mehr haben, das Armband-Segment weiterzuverfolgen.

FuelBand als Sammlerstück

Das Nike FuelBand SE könnte zum Sammlerstück werden. Das sagen zumindest Analysten und Insider der Sportmarke. Wie viel Einheiten Nike von seinen Wearable Tech-Geräten wirklich verkauft, hat das Unternehmen bislang nicht kommuniziert. Seit Monaten wird intern diskutiert, ob die Wearable-Sparte wieder eingestellt wird. Mit starken Mitbewerbern wie Fitbit oder Jawbone Up dürfte sich der Erfolg in Grenzen gehalten haben.

Was Nike von dem Launch des Armbands mitnimmt, ist jedoch eine riesige Community. Die Nike+ Plattform hat laut dem Betreiber aktuell 28 Millionen Nutzer. "Sie haben ein bemerkenswertes Netzwerk an Konsumenten und eine Community von Nutzern aufgebaut. Darin liegt ihre Stärke", meint Nike-Analyst Sean Naughton.

Apps statt Armbänder

In der jüngeren Vergangenheit hat sich der Konzern besonders auf die Entwicklung von Fitness-Apps konzentriert. Daran könnte die Marke seine große Nutzerschaft anschließen. Nicht auszuschließen ist, dass Nike sich im Wearable Tech-Bereich Apple als Partner sucht. Der Tech-Konzern soll demnächst seine "iWatch" vorstellen. Die beiden Unternehmen arbeiten seit Jahren eng zusammen.

Den Fitness Tech-Bereich scheint der Sportartikel-Riese jedenfalls weiterhin ernst zu nehmen. Vor einigen Tagen öffnete das "Nike+ Fuel Lab" in San Francisco seine Tore. Dort sollen künftig neue Produkten für das Nike+ Ökosystem entwickelt werden.

Weitere Artikel zum Thema
Fitness­tra­cker: Viele Weara­bles mit mangel­haf­tem Daten­schutz
Michael Keller
Viele Fitnesstracker übertragen die erhobenen Daten unverschlüsselt ans Smartphone
Für eine Studie wurde der Umgang vieler Fitnesstracker mit persönlichen Daten untersucht. Etliche der Wearables gehen eher sorglos mit Euren Daten um.
Fitbit vor Gericht erst­mals als Beweis­mit­tel zuge­las­sen
Michael Keller
Daten von Wearables wie Fitbit Surge könnten bald vor Gericht als Beweismaterial gelten
Die Daten von Fitbit sollen künftig auch juristische Gültigkeit erlangen – beispielsweise um die Art einer Beeinträchtigung festzustellen.
Apple Watch: Apple schmeißt Jawbone UP & Co. raus
Michael Keller
Peinlich !45Das Jawbone UP24 ist nicht mehr in Apple Stores erhältlich
Apple schafft in seinen Stores Platz für die Apple Watch: Fitness-Gadgets wie das Jawbone Up24 und das Nike+ Fuelband werden nicht mehr angeboten.