YouTube-Konkurrenz: Yahoo baut eigenes Video-Portal

Yahoo-CEO will Video-Stars von YouTube abwerben.
Yahoo-CEO will Video-Stars von YouTube abwerben.(© 2014 Flickr/Fortune Live Media)

CEO Marissa Mayer sucht für ein neues Video-Portal Publikumsmagnete. Der Inhalt der Plattform soll vorerst von ausgewählten Content-Machern kommen. 

Mehr Umsatz als bei YouTube

Yahoo geht in die Video-Offensive: Der Konzern soll derzeit ein eigenes Portal entwickeln, das YouTube Konkurrenz macht. CEO Marissa Mayer will dafür gezielt Video-Stars und Produktionsstudios vom Marktführer abwerben. Um YouTube-Stars den Wechsel schmackhaft zu machen, verspricht Yahoo, den Content auf seiner reichweitenstarken Startseite prominent zu positionieren. Als weiteres Argument erklärt das Unternehmen den Video-Produzenten, dass sie bei dem neuen Bewegtbild-Portal mehr Umsatz erhalten. Google behält laut Berichten 45 Prozent des Werbeumsatzes von Video-Kanälen ein.

Das Projekt, das noch nicht bestätigt ist, soll im ersten Schritt keine offene Plattform sein. Vielmehr sollen nur ausgewählte Channels erscheinen. Erst nach einem Jahr soll die Seite für User Generated Content geöffnet werden. Dafür will der Tech-Konzern ein eigenes Redaktionssystem bauen. Es sei jedoch nicht auszuschließen, dass Yahoo einen Technologie-Partner übernimmt. Hier biete sich etwa das in Vergessenheit geratene Vimeo an.

Medien-Offensive

Mit seinem eigenen Video-Angebot will Yahoo vor allem seinen Anteil am Werbebudget, dass derzeit in Online-Bewegtbild gesteckt wird, sichern. Zudem passt der Schritt auch in die Medienstrategie, die Yahoo seit geraumer Zeit verfolgt. Für das Konsumenten-orientierte Themenportal Yahoo! Tech engagierte Chefin Mayer den New York Times-Journalisten David Pogue. Und das bekannte US-TV-Gesicht Katie Couric nahm eine Position als "Global Anchor" an. Die Journalistin moderiert Nachrichtenbeiträge bei Yahoo! News. 


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