Alfred Remote macht iPhone und iPad zur Mac-Fernbedienung

Alfred Remote erweitert Alfred 2.0 auf ein iOS-Device.
Alfred Remote erweitert Alfred 2.0 auf ein iOS-Device.(© 2015 CURVED)

Alfred treibt schon seit einigen Jahren sein Unwesen auf zahlreichen Apple-Rechnern. Fans feiern es als besseres Spotlight mit zusätzlichen Automatisierungswerkzeugen. Jetzt bekommen Automatisierungs-Junkies mit Alfred Remote eine App, mit der das eigene iOS-Device zur Fernbedienung mutiert.

OS X-Intensivnutzer kennen sicherlich die Spotlight-Alternative Alfred. Denn diese App war zu den Anfängen von Spotlight das bessere Tool zum Aufspüren von Dateien und konnte dank kostenpflichtiger Powerpack-Erweiterung noch zahlreiche Arbeitsabläufe automatisieren. Mit der neuen Alfred Remote-App für iOS könnt Ihr nun Euer iPhone oder iPad zur ultimativen Fernbedienung für euren Mac umfunktionieren – so lautet zumindest das Versprechen der Entwickler.

Um die knapp 5 Euro teure Alfred Remote-App auf dem iPhone oder iPad sinnvoll nutzen zu können, braucht ihr neben der iOS-App auch Alfred 2.0 für OS X. Diese Version von Alfred steht aber nicht in Apples eigenem App Store zur Verfügung, sondern muss beim Entwickler heruntergeladen werden. Im Mac App Store findet ihr nur die alte Alfred-Version 1.2, welche nicht mit Alfred Remote nutzbar ist.

Volle Power erst mit kostenpflichtigem Powerpack

In der Kombination aus Alfred Remote und Alfred 2.0 könnt Ihr zwar beliebige Mac-Apps vom iPhone oder iPad aus starten, Ordner öffnen, Systembefehle ausführen oder auch iTunes fernsteuern – aber erst mit dem kostenpflichtigen Powerpack für Alfred 2.0 lassen sich auch Workflows automatisieren. Für das Powerpack müsst Ihr dann noch einmal 17 britische Pfund investieren. Ganz schön happig, aber die Investition müsst Ihr leider tätigen, wenn Ihr auch wiederkehrende Skripte aus Textbausteinen oder anwendungsspezifische Workflows über Alfred Remote an den OS X Rechner schicken wollt. Solche Skripte könnt Ihr entweder selbst dem Programm erstellen, oder aber Ihr ladet aus dem entsprechenden Forum Workflows von anderen Nutzern herunter.

Gut gefällt an Alfred Remote, dass es sich mit verschiedenen OS X-Rechnern verbinden lässt, auf denen die Alfred 2.0-App installiert ist, um unterschiedliche Konfigurationen zu nutzen. Damit könnt Ihr zum Beispiel für Euren heimischen Rechner andere Einstellungen verwenden als auf dem Arbeitsplatzrechner. Mehrere Alfred Remote-Apps mit Alfred 2.0 zeitgleich zu verbinden, ist aber nicht möglich.

Fazit:

Die Alfred Remote-App ist eine nützliche Ergänzung für all diejenigen, die schon mit Alfred 2.0 gearbeitet haben. Für Neueinsteiger ist Alfred Remote und Alfred 2.0 nur empfehlenswert, wenn Ihr auch tatsächlich mit immer wiederkehrenden Arbeitsabläufen arbeiten müsst. Dann müssen aber neben den 4,99 Euro für die App auch noch 17 Pfund für das Powerpack investiert werden. Neben der monetären Investition müsst Ihr auch noch sehr viel Zeit hineinstecken, um Alfred an Eure eigenen Bedürfnisse anzupassen.


Weitere Artikel zum Thema
Mehr Privat­sphäre: So schützt Ihr Eure Daten auf dem Smart­phone
Stefanie Enge
Appbetreiber können Euch ausspionieren
Viele Apps unter Android spähen Eure Daten aus, ohne dass Ihr es bemerkt. So könnt Ihr Euch davor schützen.
iOS 10.2.1 ist da – Apple TV und Apple Watch erhal­ten eben­falls Upda­tes
Guido Karsten1
iOS 10.2.1 steht zum Download bereit
Apple hat die Updates auf iOS 10.2.1, watchOS 3.1.3 und tvOS 10.1.1 veröffentlicht. Spannende neue Features liefern die aber nicht.
iPhone X: So würde ein iPhone 8 mit Metall­rah­men und Glas­rück­seite ausse­hen
1
Weg damit !6So stellt sich der Designer das iPhone 8 vor
Das iPhone 8 mit Glas und Edelstahl: Ein Designer hat auf Basis aktueller Gerüchte ein Rendervideo des kommenden Vorzeigemodells von Apple erstellt.