BMW i3: Das Smartphone auf Rädern

Wie kann man das Autofahren in der Großstadt noch smarter machen? Ganz klar: mit Strom. Bei einer Testfahrt mit dem i3 von BMW konnten wir einen Blick in die mobile Zukunft werfen. Doch das Spannendste war noch nicht einmal die Fahrt an sich.

"Läuft der Motor schon?" Als ich den Startknopf im BMW i3 gedrückt habe, hörte ich nur ein kurzes Summen – und sonst nichts. Eigentlich kein Wunder, schließlich handelt es sich um ein Elektrofahrzeug. Sobald der Motor betriebsbereit ist und der Fahrwahlschalter auf "D" steht, reicht ein kleiner Tipp aufs Gaspedal und der Wagen geht ab wie Schmidts Katze. Schon faszinierend und gleichzeitig irritierend, dass ich während der Fahrt kein Motorengeräusch mehr höre. Ein leises Summen, das war – sogar der Blinker ist lauter.

An der Ampel lasse ich Benziner locker stehen, auf der Autobahn fühle ich mich fast wie Sebastian Vettel, nur ohne Lärm um mich herum. Bis zu 150 Kilometer schaffe ich mit einer Akkuladung. Und geht der Strom zur Neige, kann ich an den in der ganzen Stadt verteilten Ladestation den Akku schnell wieder aufladen. Mit Gleichstrom dauert ein Füllung zu 80 Prozent gerade einmal 20 Minuten.

Natürlich sind Elektroautos nicht neu, im Gegenteil: Schon die ersten Motordroschken fuhren mit Strom. Nur erst in den vergangenen Jahren sind die Akkus so leistungsstark geworden, dass selbst Sportwagen damit angetrieben werden können – wie Tesla Motors eindrucksvoll beweist.

Der i3 von BMW verhält sich zum Auto wie das Smartphone zum alten Tastenhandy

Doch auch wenn mich das Fahren mit Strom voll überzeugt, wird der i3 erst durch seine Verbindung mit Apps richtig smart. Mit der BMW-App, die es für iOS und Android gibt, lässt sich der i3 fernsteuern, jedenfalls einige seiner Funktionen. So kann ich den Wagen per iRemote orten, die nächste Zapfsäule finden, den i3 verriegeln oder entsperren, Hupe und Lichthupe aktivieren. Am allerbesten gefällt mir, dass ich schon in meiner Wohnung die Klimaanlage bedienen kann und so die Temperatur im Wagen festlege.

Gute Verbindung

Gerade im Zusammenspiel mit der BMW-App für das Connected Drive wird das Smartphone zur Steuerzentrale des Fahrzeugs. Sogar Facebook-Nachrichten von meinem Telefon kann ich mir vorlesen lassen.Es ist zwar nicht sehr praktisch, dass ich zwei Apps benötige, dafür kann ich die Funktionen durch Updates ständig erweitern. Auch stört mich, dass ich mein Telefon für einige Funktionen per Kabel verbinden musste. Klar, dadurch wird das Smartphone zwar aufgeladen. Aber mir wäre es lieber, wenn ich wenigstens die Möglichkeit hätte, es auch für alle Anwendungen kabellos zu nutzen.

Insgesamt zeigt BWM mit dem i-Konzept aber, wie wir Großstädter künftig umweltschonender mobil unterwegs sein können, ohne dabei auf Komfort verzichten zu müssen. Der i3 kostet in der Ausstattung unseres Testfahrzeugs mehr als 50.000 Euro. Sicher, ein stolzer Preis für ein bisschen Mobilität. Aber nach der Fahrt erscheint der Preis plötzlich gar nicht mehr so hoch, sondern eher gerechtfertigt. Und dank der Apps ist der i3 die das coolste Accessoire für mein Smartphone, sozusagen ein driveable.

Wir haben die Tour durch Hamburg mit der Kamera begleitet, damit Ihr Euch einen Eindruck von dem Elektro-Fahrgefühl machen könnt.  Also steigt ein, lehnt Euch zurück und genießt die Fahrt.

 


Weitere Artikel zum Thema
Das Galaxy S8 könnte zum Release auch in Blau erschei­nen
1
Auf dem Bild ist das Gehäuse des Galaxy S8 an den Seiten in Blau gefärbt
Offenbar erscheint das Galaxy S8 auch in Blue Coral: Ein neuer Leak zeigt das Gerät in einem weiteren Farbton, der womöglich zum Verkaufsstart kommt.
So häufig werden Apples iPhone 2G, 3G und 3GS immer noch genutzt
Guido Karsten
Auch das iPhone 3GS ist immer noch nicht ausgestorben
Das erste iPhone wurde 2007 angekündigt und es ist noch immer nicht tot. Eine Statistik verrät nun, wo alte Apple-Geräte immer noch genutzt werden.
Nokia 9: Flagg­schiff-Modell könnte Carl Zeiss-Dual-Kamera erhal­ten
Auf dieser Skizze soll das Nokia 9 zu sehen sein
Das Nokia 9 könnte eine Dual-Kamera mit Objektiven des Premium-Herstellers Carl Zeiss erhalten. Einen Hinweis darauf liefert eine geleakte Skizze.