Café Royal: Zu Besuch im Hotel für die Generation Touch

Das Café Royal Hotel in London ermöglicht es seinen Gästen nicht nur, ihre mobilen Gadgets zu nutzen. Besonders hinter den Kulissen zeigt sich, wie gut sich iPads im professionellen Einsatz schlagen und interne Abläufe beschleunigen können. Ein Ortsbesuch.

Smartphones und Tablets haben nicht nur unseren Alltag erobert: Um uns zu zeigen, wie sich iPads professionell einsetzen lassen, hat uns Apple zu einem Rundgang ins Café Royal Hotel nach London eingeladen. Die Luxusherberge setzt die Apple-Gadgets in vielen Bereichen ein. Schon am Gate wartete eine Hotelangestellte auf uns und hielt statt einer Papptafel ein iPad hoch, auf dessen Display „Café Royal Hotel“ stand. Mit diesem iPad konnten wir uns auf der Fahrt zum Hotel direkt einchecken und sogar Sonderwünsche angeben. So brauchten wir im Café Royal Hotel nicht an der Rezeption warten, sondern konnten direkt aufs Zimmer gehen.

Man könnte das Café Royal Hotel getrost auch Apple-Hotel nennen. Denn als die Luxusherberge vor ein paar Jahren komplett renoviert wurde, legten die Betreiber darauf wert, vieles anders zu machen, als ihre Mitbewerber. Am besten natürlich mit Geräten, die der Gast auch privat nutzt. Von einer offiziellen Partnerschaft will Apple allerdings nichts wissen. Die Betreiber des Café Royal haben ohne den Segen der Kalifornier aus der Luxus-Herberge ein echtes Hotel für die Generation Touch gemacht. „Wir nutzen die Geräte selbst und wollten unseren Gästen so einfach wie möglich machen, einzuchecken und Services im Haus zu nutzen“, sagte der Manager des Hotels.

So gibt es in den Zimmern viele Möglichkeiten, private Geräte einzusetzen. Dafür dient ein Multimedia-Panel als Schaltzentrale. Natürlich können daran auch Geräte anderer Hersteller angeschlossen werden, am besten funktioniert das System aber mit iPhone und Co. Um beispielsweise mitgebrachte Videos auf dem Fernseher oder den im Badezimmer integrierten Monitor abzuspielen, kann man sich an der Rezeption einen HDMI-Adapter leihen, mit dem das iPhone mit dem Panel verbunden wird. Und zum Musikhören braucht man gar keine Kabel, dafür werden die Geräte einfach per Bluetooth gekoppelt.

iPad mit Butler

Mit dem nötigen Kleingeld kann man sich aber auch gleich in die Dome Suite direkt unter der Kuppel des Gebäudes einmieten. Die betuchten Gästen bekommen hier nicht nur einen eigenen Butler, die ganze Elektronik des Raums wird per iPad gesteuert. So öffnet und schließt die spezielle Software nicht nur die Vorhänge. Es lässt sich damit die Beleuchtung regeln oder man kann für Partys Lichteffekte an Wand und Decke projizieren. Oder man lässt per Knopfdruck eine Leinwand aus der Versenkung hochfahren und bedient damit den Beamer und das Unterhaltungsprogramm.

Im Soutterrain befindet sich der Fitnessraum des Hotels, und auch hier dürfen Gäste ihre eigenen Smartphones oder Tablets an die Sportgeräte anschließen. An den Laufbändern gibt es alle nötigen Adapter für iOS-Geräte, aber auch für andere Mobilgeräte.

Guten App-etit

In der Großküche des Hotels hat Chefkoch Andrew Turner das Sagen über 60 Angestellte. Seine Idee war es auch, dort alle Abläufe per iPad zu koordinieren. So nehmen Kellner im Restaurant die Bestellung per iPad auf die direkt auf den iPads an den jeweiligen Stationen landet – inklusive Sonderwünschen. Damit ist die Zettelwirtschaft passé. Mehr noch: Die Köche haben mit den iPads Zugriff auf alle bebilderten Kochrezepte und können so wirklich jederzeit alle Kundenwünsche erfüllen. Künftig will Turner eine App mit seinen Rezepten und Schulungen für Köche auf der ganzen Welt anbieten – ebenfalls auf dem iPad. Zu ganz besonderen Anlässen soll man sich  künftig einen ganz exklusiven Service buchen können: Dann erklärt Turner den Gästen live aus der Küche per Facetime, was sie gerade auf den Teller sehen.

Natürlich ist es nicht neu, dass Gäste ihre iPhones oder iPads in Hotels nutzen können, häufig werden Dockingstationen angeboten. Doch so konsequent in allen Bereichen wie im Café Royal Hotel wurde die Integration der iGadgets bisher wohl vorher noch nicht durchgeführt.


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