Der Chromecast als Wii: Wir spielen Motion Tennis Cast

Hach, der Chromecast – gibt es eigentlich etwas, das der kleine HDMI-Streaming-Stick nicht kann? Mit der App Motion Tennis Cast wird der 35 Euro-Dongle nun sogar beinahe zu einer Wii-Konsole und lässt Spieler mit dem Smartphone virtuelle Filzbälle übers Netz schlagen. Das mussten wir ausprobieren ...

Ein wenig entgegen meiner zeitweiligen Begeisterung im Video krankt Motion Tennis Cast natürlich noch an diversen technischen und Usability-Problemen, vom nervigen In-App-Einkaufssystem, das Euch zu oft warten lässt, bis Ihr die nächste Partie spielen könnt, mal ganz abgesehen: So benötigt Ihr zunächst ein wirkliches schnelles und stabiles WLAN, um überhaupt spielen zu können, dann lässt sich nicht genau abschätzen, wann welche Bewegung mit dem Smartphone überhaupt in einen entsprechenden Schlag im Spiel umgesetzt wird, und allzu oft wird Euch das Gefühl beschleichen, Euer virtueller Rafael Nadal spiele ohne Eurer Zutun. Darüber hinaus dürfte die Anzeige der verbrauchten Kalorien wohl eher ein Spaß sein, als auf einer akkuraten Messung beruhen.

Aber darum geht es eigentlich nicht: Vielmehr zeigt Motion Tennis Cast eindrucksvoll, was in der Theorie mit einem Streaming-Stick wie dem Chromecast und einem Smartphone zukünftig möglich sein könnte. Viel fehlt eben nicht mehr, um auch die Sonderfeatures von Konsolen auf die mobilen Geräte zu portieren, die wir ohnehin besitzen und mit uns herumtragen.

Abzuwarten bleibt im konkreten Fall von Motion Tennis Cast, ob das auch schon mit dieser Generation des Chromecast und seinen eher hohen Latenzen gelingen kann oder wir eher auf die nächste Generation der drahtlosen Bildschirmübertragungsstandards warten müssen. Die Entwickler jedenfalls haben bereits angekündigt, ihr Spiel auch Android Wear tauglich zu machen, so dass dann nicht mal mehr ein Smartphone in der Hand zum Spielen nötig wäre.

Wer Motion Tennis Cast derweil selber ausprobieren möchte, lädt sich die App kostenlos aus dem Play Store.

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